Dienstag, 25.09.2018

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Berg bietet 101 neue Bauplätze im Straßfeld an

Gemeinderat brachte Baugebiet auf den Weg — Solider Haushalt - 23.06.2018 09:08 Uhr

Ratsmitglieder haben vor Ort wichtige Sachverhalte für das neue Berger Baugebiet abgeklärt. © Foto: Helmut Fügl


Und dieser wurde von Bürgermeister Helmut Himmler im Beisein des Kämmerers Othmar Donhauser für die jetzt 8169 Gemeindebürger mit einer bemerkenswerten Summe von über 32 Millionen Euro präsentiert – eine Steigerung um rund zehn Millionen im Vergleich zu 2017.

Natürlich war dazu das Anzapfen von Rücklagen und das Addieren von Zuschüssen erforderlich, doch die Kommune muss deshalb noch nicht am Hungertuch nagen.

Die Fakten: Der Verwaltungshaushalt schließt mit 13,8 Mio. (Werte gerundet), der Vermögenshaushalt mit Einnahmen und Ausgaben wird auf 18,5 Mio. gesetzt. Der Stand der Verschuldung bleibt bei null Euro, die Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt umfasst 4,1 Mio. Euro.

Das Haushaltsjahr 2018 wird – und ist – geprägt von zahlreichen Investitionen für das Gemeinwesen, für die Infrastruktur der Kommune mit ihren 34 Ortsteilen. Schwerpunkte sind die Wohnungsbauförderung (Sindlbach, Stöckelsberg, Richtheim) mit 3,25 Mio. Euro, Einrichtungen der Jugendhilfe, der Ausbau von Gemeindestraßen und vor allem der Schulen (in Berg das Sport- und Kulturzentrum) mit allein 7,1 Mio. Euro. Maßnahmen bezüglich Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung erforderten ebenso ihren Preis.

Der Höchstbetrag für Kassenkredite wird wiederum auf eine Mio. Euro festgesetzt und entsprechend angebotener Zinssätze auf die Raiffeisenbank und Sparkasse "verteilt".

Übereinstimmend Lob gab es von den Fraktionssprechern von FWG, SPD, LBG und CSU: Berg weise eine solide Finanz- beziehungsweise Steuerkraft auf. Der immer bewährte Kurs stiller, sparsamer und trotzdem intensiver "Haushaltsgewerke" findet seine Fortsetzung.

Im neuen Baugebiet Berg-Straßfeld werden 101 Bauplätze für Häuslebauer ausgewiesen. © Fügl


Ein breites Spektrum von Entscheidungen ist mit der Entwicklung des neuen Baugebietes "Richtheim-Straßfeld" entstanden. Dazu wurde mit den Bürgern eine Besichtigung vor Ort anberaumt und der fachbezogene Diskussionsbedarf im Rathaus fortgesetzt.

Himmler erläuterte den Sachstand an der Auffahrt nach Beckenhof: In dem rund 141 000 Quadratmeter großen Areal werden 100 oder 101 Bauplätze mit einer Größenordnung zwischen 500 und 600 Quadratmetern erstellt. Außer Wohnen werden zudem auch Handel und Gewerbe Platz finden. "Die Vorarbeiten sind gemacht, der Vollzug wird nach Richtlinien des ,Berger Familienmodells‘ durchgeführt", erklärte der Bürgermeister. Und: Die Anfrage auf Erwerb von Grundstücken sei riesengroß.

Eingeplant seien weiter zwei Verbrauchermärkte, eine Tankstelle und unterschiedliche Handwerksbetriebe. Die Verkehrssituation bei der Einfahrt Richtheim-Beckenhof soll durch einen Kreisverkehr und eine Fuß- und Radfahr-Unterführung sicher gemacht werden. Notwendig werden wird auch die Verbreiterung der Straße nach Beckenhof. Das jetzt eingezäunte Grundstück an der S 2240-Einfahrt Richtheim kann nicht in die Planungen mit einbezogen werden, der Eigentümer weigert sich. Sollte später doch noch der Wille für eine Bebauung kommen, wird eine Erschließung aber wesentlich teurer.

Pläne kritisch bewertet

Kritisch wertete Richard Kreuzer (LBG) die gezeigte Planung. "Mit etwas Phantasie könnte man daraus sowohl eine ,Arbeitersiedlung‘ wie auch eine ,Promi-Ecke‘, vor allem am Rande des Ludwigskanals, erkennen. So sollte es aber nicht werden."

Werde es sicher auch nicht, sagte der Bürgermeister. Dafür sorgen werde unter anderem ein großer Grünstreifen entlang des Industriedenkmals "Ludwigskanal", eine zusätzliche Baumreihe und ein Fußweg vom Kanal weg durch die neue Ortsmitte bis zu den Verbrauchermärkten.

Kreuzer empfahl außerdem, den Grundstücksbesitzern den Einbau von Zisternen zu bewilligen. Mehrheitlich (12:3 Stimmen) bewilligte das Gremium die notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes mit integriertem Landschaftsplan und Bebauungsplan sowie die Form der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit. 

HELMUT FÜGL

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