Mittwoch, 14.11.2018

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Berngau baut Schulden ab

Haushalt im Rat vorberaten — Zwei Positionen geändert - 30.04.2018 11:05 Uhr

Bei den Vorberatungen im Gemeinderat wurden noch zwei Positionen geändert. Zum einen sollen für die gemeindlichen Spielplätze wieder 10 000 Euro bereitgestellt werden. Zum anderen wurde einem Antrag der Freien Wähler stattgegeben, wonach für den Bauhofneubau in fünf Jahren ab heuer jährlich eine Rate in Höhe von 50 000 Euro angespart werden soll, um die dann entstehenden Baukosten abzufedern.

Kämmerer Johannes Gabriel ging auf die einzelnen Investitionsposten ein. Demnach sind für Grundstückskosten und Bauhofplanung vorab 130 000 Euro, für die Beschaffung eines dringend notwendigen Bauhoffahrzeugs 50 000 Euro eingestellt. Der Auftrag für die Erneuerung der Hallentore am Berngauer Feuerwehrhaus ist mit 13 000 Euro beziffert, das neue Feuerwehrfahrzeug mit 200 000 Euro. Am Montag um 18 Uhr stellt die Firma Magirus ihr Fahrzeug vor.

Weiter sind im Haushalt 174 000 Euro Kredittilgung für die Generalsanierung der Berngauer Schule vorgesehen und 16 000 Euro für die Jugendarbeit und die Spielplätze, 15 000 Euro Zuschüsse für die gemeindlichen Vereine. Der Bereich Städtebauförderung ist mit 110 000 Euro angesetzt, die Baulandabwicklung mit 270 000 Euro, der Straßenbau insgesamt 815 000 Euro. Für Maßnahmen im Bereich der Abwasserbeseitigung sind 900 000 Euro eingestellt, für den Breitbandausbau 320 000 Euro, für den Wegebau, darunter der Radweg entlang der Staatsstraße 2238, ein Betrag von 220 000 Euro.

Finanziert wird das Ganze unter anderem mit Zuwendungen und Zuschüssen, Einnahmen aus Steuern, beispielsweise der Gewerbesteuer, die fast 400 000 Euro höher ist als im letzten Jahr, der Zuführung von 615 000 Euro vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt und der Entnahme aus den allgemeinen Rücklagen mit 1,8 Millionen Euro. "Die Verschuldung der Gemeinde selbst verringert sich um gut 97 000 Euro auf 520 000 Euro", rechnete der Kämmerer vor. Sein Fazit: "Ein gutes Jahr." Eine Kreditaufnahme ist nicht erforderlich.

Wild gab aus der nichtöffentlichen Sitzung bekannt, für die Renovierungsmaßnahmen am Gemeinschaftsraum unter der Röckersbühler Kirche stelle die Gemeinde 3000 Euro bereit. Die "Klärschlammentsorgung" sei im ganzen Landkreis ein Thema, sagte Wild. Deshalb will man seitens des Landkreises ein interkommunales Konzept erarbeiten lassen, wie die Entsorgung künftig erfolgen soll.

Die Berngauer Abwässer werden zwar nach Neumarkt befördert, in Tyrolsberg und Röckersbühl unterhalte man aber noch Teichkläranlagen, deren Klärschlamm bislang auf die Felder ausgebracht werden konnte. Das wird künftig nach der neuen Klärschlammverordnung nicht mehr möglich sein.

Spinner werden bekämpft

Nun will sich Berngau dem Konzept anschließen, so der einstimmige Beschluss des Gremiums. Wild: "Der finanzielle Anteil daran wird sich nach den Einwohnergleichwerten errechnen."

Weiter informierte er über die Kriminalitätsstatistik des abgelaufenen Jahres. Demnach gab es 31 Delikte, darunter 17 Diebstähle und sechs Sachbeschädigungen, von denen 20 aufgeklärt wurden. Es passierten im Gemeindebereich 63 Unfälle, besagt die Verkehrsstatistik, unter ihnen zehn mit Personen- und elf mit Sachschäden. Am 14. Mai findet wieder die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners statt. Baumbesitzer, die sich anschließen möchten, sollten sich bei der Gemeinde melden.

Auch werde am Pfingstmontag, 21. Mai, im Rahmen eine Tag der offenen Tür im Berngauer Feuerwehrhaus eine Registrieraktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei per Speichelprobe durchgeführt.  

as

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