Dienstag, 13.11.2018

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Bögl baut am Frankfurter Flughafen mit

Auftrag für neues Passagiertransportsystem geht an Bietergemeinschaft mit Siemens und Keolis - 21.03.2018 16:55 Uhr

Die neuen Bahnen werden pro Monat knapp 200 000 Kilometer zurücklegen und können bis zu 4000 Fahrgäste pro Stunde und Richtung transportieren. © Foto: Siemens AG


Der heute unterzeichnete Vertrag umfasst neben dem eigentlichen PTS-Zugsystem (Fahrzeuge, Steuerung, Energieversorgung) auch den Bau eines Teils des Fahrwegs sowie die komplette Fahrwegausrüstung. Das Auftragsvolumen liegt bei etwa 300 Millionen Euro für die Lieferung und die Betriebsführung von bis zu zehn Jahren. Die Vergabe des Systemanbieters ist für den gesamten PTS-Neubau wichtig, da sich zahlreiche Planungs- und Realisierungsschritte aus dem zum Einsatz kommenden System ableiten.

Komfort steigt

"Mit dem Konsortium aus Siemens, Max Bögl und Keolis haben wir einen zuverlässigen Systemanbieter am Markt ausgewählt. Die Vergabe ist ein wichtiger Meilenstein zur leistungsfähigen Anbindung von Terminal 3 an die Bestandsterminals 1 und 2 sowie den öffentlichen Verkehr am Fern- und Regionalbahnhof", sagt Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. "Mit dem neuen Passagiertransportsystem steigern wir den Komfort für unsere Kunden und stärken die Drehkreuzfunktion des Frankfurter Flughafens nachhaltig", so Schulte weiter, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Fraport Ausbau Süd GmbH ist, dem 100-prozentigen Fraport-Tochterunternehmen, das mit dem Ausbau rund um das neue Terminal 3 beauftragt ist.

Das neue System wird zunächst aus zwölf autonom fahrenden, elektrisch betriebenen Zügen mit je zwei fest verbundenen Wagen bestehen.

Die neuen Bahnen werden pro Monat knapp 200 000 Kilometer zurücklegen und können bis zu 4000 Fahrgäste pro Stunde und Richtung transportieren. Die Höchstgeschwindigkeit der Bahn liegt bei etwa 80 Stundenkilometern. In Spitzenzeiten wird das System in einer Frequenz von 120 Sekunden zwischen den Stationen verkehren.

Für Mitte 2018 ist der Start der Bauarbeiten für den Fahrweg zwischen den Stationen am Terminal 1 und 2 geplant. Die Inbetriebnahme des Gesamtsystems inklusive der Stationen und einem Werkstattgebäude soll 2023 erfolgen.

Die 5600 Meter lange Strecke wird als zweigleisiges Trassensystem errichtet – sowohl als Hochbahn im Bereich der Terminals als auch ebenerdig im Einflugbereich der Center- und Südbahn parallel zur Autobahn A 5. Mit der geplanten Inbetriebnahme des Systems werden drei Stationen angefahren. Die Station am Terminal 1 – zwischen Terminalgebäude und Sheraton-Hotel – ist ebenso ein Neubau wie die Station am Terminal 3, die zwischen Parkhaus und neuem Terminal errichtet wird. Die Station am Terminal 2 wird lediglich ausgebaut, da sie bereits beim Bau der Sky Line-Bahn 1994 für die Aufnahme zwei weiterer Gleise vorbereitet wurde.

Unter www.Terminal3.info können Interessierte dem Baufortschritt von Terminal 3 und dem neuen PTS interaktiv folgen. 

nn

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