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Bögl baut mit an der zweiten Stammstrecke in München

Deutsche Bahn vergibt die ersten beiden Aufträge für die Hauptbaumaßnahmen für die S-Bahn in der Landeshauptstadt - 07.12.2018 08:45 Uhr

Die Stadt München ist schon längst zu groß geworden für ihr S-Bahn-Netz. Nun wird endlich die zweite Stammstrecke gebaut. © Foto: Max Bögl


Die Firmen Wayss & Freytag Ingenieurbau AG, Ed. Züblin AG, Max Bögl Stiftung & Co. KG und Bauer Spezialtiefbau GmbH haben in Bietergemeinschaften den Zuschlag erhalten und werden nun mit den Hauptbaumaßnahmen im Bereich "Oberirdisch West" – von der Station Laim bis zur Donnersberger Brücke – und dem Hauptbahnhof inklusive der Tunnelstrecke von der Donnersberger Brücke bis zum Marienhof betraut. Die beiden Aufträge umfassen ein Gesamtvolumen von knapp 887 Millionen Euro.

DB-Gesamtprojektleiter Markus Kretschmer lässt mitteilen: "Ich freue mich, dass wir die ersten Leistungen der Hauptbaumaßnahme vergeben können. Mit der Bietergemeinschaft haben wir kompetente Partner für den Bau der zweiten Stammstrecke gewinnen können. Somit können wir nun in die nächste Phase der Baumaßnahmen starten."

Zweigleisige Brücke

Der erste vergebene Auftrag unter der Federführung von Züblin umfasst unter anderem den Rückbau und Neubau von Gleisen und Weichen, den Neubau zweier Überwerfungsbauwerke, einer zweigleisigen, stählernen Stabbogenbrücke und einer Lärmschutzwandbrücke. Dazu kommt der Neubau von weiteren Lärmschutzwänden, Stützbauwerken und der Umweltverbundröhre in Laim.

Auch die Erneuerung des Personenbahnhofes Laim sowie Elektroarbeiten an Niederspannungs- und Mittelspannungsanlagen, Kabeltiefbauarbeiten und die Baufeldfreimachung für das Tunnelportal West gehören zu dem Paket.

Röhren in Tübbing-Bauweise

Das zweite Baulos unter Federführung von Wayss & Freytag umfasst die neuen Bahnsteigröhren in bergmännischer Bauweise unter Druckluft und rund 40 Meter tiefe Zugangsbauwerke im Münchner Hauptbahnhof sowie die beiden S-Bahn-Röhren mit rund 8,50 Meter Durchmesser bis zur Station Marienhof.

Diese werden mit Schildmaschinen in Tübbingbauweise errichtet. Umfangreiche Spezialtiefbau- und Wasserhaltungsmaßnahmen gehören ebenso zum Gesamtpaket wie innerstädtische Rettungsschächte, die von der Oberfläche senkrecht zu den tiefliegenden S-Bahn-Röhren abgeteuft und ausgebaut werden.

Der Baubeginn ist in 2019 geplant. Vorab sind umfangreiche Leistungen für Planungen und Arbeitsvorbereitungen umzusetzen.  

nn

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