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Montag, 24.09.2018

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Bögl hält rund um Sengenthal Lärmwerte ein

Sengenthals Räte erhalten das Gutachten zur Überprüfung - 10.05.2018 10:09 Uhr

Symbolfoto Ortsschild Sengenthal © Wolfgang Fellner


Der Lärmkataster der Firma Bögl wurde fortgeschrieben. Seit der letzten Erhebung 2014 hat sich viel geändert. So kamen neue Anlagen hinzu wie die Mahlanlage, die Altholzaufbereitung oder die Asphaltmischanlage. Laut Gutachten werden die zulässigen Lärmwerte von 55 dB(A) tagsüber und 40 dB(A) nachts in Wohngebieten und 60 / 45 dB(A) in Mischgebieten an den acht Messstellen in Schmidmühle, Gollermühle, Kastenmühle, Schlierfermühle, dem Ufer des Baggersees, im Baugebiet Kirchweg III und in Greißelbach eingehalten.

Elisabeth Wild hegte als Anliegerin starke Zweifel an diesen Werten und deren Zustandekommen: "Das gibt’s nicht, dass das eingehalten wird." Die Gemeinderäte sollen nun das gesamte Gutachten zur Prüfung erhalten.

Sicherste Gemeinde

"Wir leben in einer sicheren und guten Gegend" – dieses Fazit zog Bürgermeister Werner Brandenburger aus der Kriminal- und Verkehrsunfallstatistik 2017. Die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Neumarkt sind die sichersten im Landkreis: 2017 wurden in Sengenthal 63 Straftaten registriert, die Aufklärungsquote lag bei 73 Prozent.

In der Gemeinde wurden fünf gefährliche oder schwere Körperverletzungen, zwei Körperverletzungen und ein Raub angezeigt. Auffällig sind ein Staatsschutz- und zwei Rauschgiftdelikte. Unfallschwerpunkte sind die B 299 und die Kreisstraße. 2017 ereigneten sich 77 Verkehrsunfälle. Seit 2013 gab es im Gemeindebereich keine Verkehrstoten.

Im amtlichen Ortsverzeichnis ist die Guggersmühle nicht als eigenständiger Ort verzeichnet, sondern als Ortsteil der Ölkuchenmühle. Dennoch gab der Gemeinderat dem Antrag statt, die Straßenbezeichnung ihres dortigen Anwesens in "Guggersmühle 1" zu ändern. Auch dem geplanten Wiederaufbau des verfallenen Aussiedlerhofs stimmten die Räte zu.

Zum Dauerbrenner entwickelt sich die nächtliche Beleuchtung des Bauhofs: Zahlreiche Bürger finden ebenso wie mehrere Gemeinderäte das Licht deutlich zu hell. Mit dem Hinweis "Es ist ja nicht das Münster von Neumarkt oder die Burgruine Wolfstein" plädierte Nikolaus Bär für eine reduzierte Beleuchtung.

Für die schlecht einsehbare Einmündung in die Waldstraße in Buchberg hatten Anlieger einen Verkehrsspiegel angefragt. Angesicht der zahlreichen unübersichtlichen Kreuzungen sollen zunächst andere Möglichkeiten gesucht werden, die Gefahrenstelle zu entschärfen.

Bauarbeiter parken chaotisch

Bedenken, dass die Pflasterstraße bei Stadlhof nach der Sanierung keine Ausweichmöglichkeiten mehr bietet, trat Brandenburger entgegen: Einschließlich Seitenstreifen werde dieser Flurbereinigungsweg von drei auf fünf Meter verbreitert und erhalte zusätzliche Buchten. Da Bauarbeiter chaotisch und gefährlich in der Weichselsteiner Straße parken, will die Gemeinde das verantwortliche Bauunternehmen ansprechen. Auch in Reichertshofen beschwerten sich Bürger: Hier verursachen die Lkws einer Spedition Straßenschäden. An der Kreuzung Winnberger Straße/Sonnenallee ist der sehr hohe Bordstein eine Gefahr für radelnde Kinder. Hier wird geprüft, ob ein Abschleifen der Kante möglich ist. 

MARTIN HERBATY

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