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Montag, 24.09.2018

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Deining: Unbekannte legten Feuer auf der Baustelle

Belohnung ausgesetzt - Nächtlicher Vandalismus im Baugebiet Oberbuchfelder Weg - 07.06.2018 10:34 Uhr

Verkokelte Reste. © André De Geare


Der grobe Unfug, so Rohmann, laufe schon das ganze Jahr. Anfangs wurde mehrfach die Tür des Bauwagens aufgebrochen. Bolzen des Radladers landeten im Dixi-Klo. "Da habe ich mir noch nicht viel gedacht", sagt er. Jetzt will er dem Treiben jedoch nicht mehr länger zuschauen. "Denn die Täter haben mit Brettern Feuer unter dem Radlader und neben dem Container gelegt. Da könnte der Tank mit dem Diesel explodieren, das ist lebensgefährlich und der Sachschaden wäre enorm", sagt Rohmann.

Spraydosen detonierten

Auch leere Spraydosen wurden aus dem Müllbehälter geholt, angezündet und zur Explosion gebracht. Vor zwei Tagen brannten zwei Kunststoffwasserbehälter. Bauleiter Klaus Behringer entdeckt den Schaden meist morgens, wenn er auf die Baustelle kommt. Zwischen 17 und 7 Uhr ist die Baustelle unbewacht. Norbert Rohmann hat Jugendliche im Verdacht.

"Die kommen mit dem Fahrrad, das sieht man an den Spuren. Die bauen sich mit Brettern Rampen." Er hat gestern bei der Polizeiinspektion Neumarkt Anzeige erstattet. Die Beamten haben noch keine Erkenntnisse. Rohmann hofft, dass es Zeugen gibt und setzt für sachdienliche Hinweise auf die Täter 500 Euro Belohnung aus.

Auch mit Bürgermeister Alois Scherer hat Norbert Rohmann schon gesprochen. Der habe ihm geraten, eine Überwachungskamera zu installieren. "Die Kamera würde von den Tätern doch sofort gefunden, die würde doch als erstes wegfliegen", zweifelt Rohmann an der Wirksamkeit der Methode.

Scherer verurteilt die Taten "auf Schärfste", wie er sagt, "das ist Sachbeschädigung und kein Lausbubenstreich". Allerdings hat er Zweifel, dass es einheimische Jugendliche waren. "Das können auch Erwachsene von außerhalb gewesen sein." Die Fahrradclique, der er ausdrücklich die Erlaubnis erteilt habe, auf einem der noch ungenutzten Grundstücke des Baugebiets einen Dirt-Parcours anzulegen, nimmt er in Schutz: "Die waren das bestimmt nicht."

Probates Mittel

Die Installation einer Wildkamera hält Scherer für ein probates Mittel. "Auch unser Naturbad wird so überwacht, da haben wir keinerlei Vandalismus." Die Baufirma müsse die Kamera halt etwas höher anbringen, damit die Täter nicht rankommen, so der Rat des Bürgermeisters: "In der Regel schreckt sowas ab."  

CHRISTINE ANNESER

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