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Mehrkosten in Höhe von 4600 Euro kommen auf die Gemeinde zu. Bürgermeister Guido Belzl erinnerte, im September vorigen Jahres haben sich Pyrbaum und Postbauer-Heng entschlossen, die Jugendbetreuung gemeinsam anzugehen. Die zwei Sozialpädagogen Maike Wittenburg und Nils Hüttinger wurden eingestellt mit einem Kontingent von acht Wochenstunden in Pyrbaum, 28 in Postbauer Heng. Die Zwischenbilanz nach 100 Tagen falle positiv aus, so der Rathauschef.
„Beide leisten gute Arbeit, kommen bei den Jugendlichen gut an“. Sie hätten Kontakte zu den Jugendlichen, die sich beim Rewe-Markt, am Wasserturm oder auf dem Seligenportener Spielplatz treffen, geknüpft, dem Jugendtreff „Basement“ Impulse gegeben. Sie seien mit Eltern im Gespräch und hätten viele Ideen für weitere Aktivitäten. „Beide werden mit der Ausbildung fertig und schlagen eine Erhöhung der Stunden vor, befristet bis zum Sommer“, so Belzl.
Markträtin Monika Schmidt bestätigte: „Beide haben bei der Jugendversammlung bewiesen, dass sie bekannt sind.“ Ratskollegin Dörte Eyselein pflichtet ihr bei mit der Aufstockung der Stunden. „Im Frühjahr kommen die Brennpunkte wieder“. Horst Schrödel befürchtet mit der „Mehrbetreuung“ einen Gegenpol zu den Vereinen. „Die Streetworker müssen mit ihnen zusammenarbeiten“. „Das muss unbedingt passieren“, bestätigte der Bürgermeister.
An den Seligenportener Kindergarten wird eine Kinderkrippe angebaut. Der mit den Vorplanungen beauftragte Architekt Jochen Sturm erklärte, er habe zunächst das „Richterhaus“ als Standort geprüft. Es sei aus baulichen und denkmalpflegerischen Gründen nicht geeignet. Vorteil beim Anbau an den Kindergarten sei die gemeinsame Nutzung des Eingangs. Angebaut werden müssten ein Allzweckraum, Wasch- und Wickelbereich, Teeküche und Schlafraum.
Weil der Anbau nach Norden ausgerichtet ist, will Sturm das Dach „aufklappen“ für mehr Helligkeit. „Eine Beschattung der Fenster ist nicht notwendig, weil das Licht nicht blendet“, erklärte Sturm. Jeder Aufenthaltsraum erhalte einen Zugang ins Freie. Den Höhenunterschied zwischen Gebäude und Gehsteig möchte er mit einer Trockenmauer lösen.
Stefan Müller wies auf die nicht vorhandene Bedarfsabfrage hin. „Sobald die Krippe da ist, boomt die Nachfrage“, gab Belzl seine Erfahrung in Pyrbaum weiter. Mit Ausstattung und Außenanlage hatte Sturm Kosten in Höhe von 478000 Euro ermittelt. Zunächst soll nun die Zuschusshöhe abgeklärt werden.

