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Mittwoch, 21.11.2018

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Eine-Welt-Laden Freystadt feiert 30-jähriges Bestehen

Mit fairen Preisen für Kleinbauern in Entwicklungsländern einsetzen - 18.06.2018 14:46 Uhr

Das Team des Eine-Welt-Ladens Freystadt hat das 30-jährige Bestehen der Einrichtung gefeiert. © Foto: Anne Schöll


In ihrer Rückschau erinnerte Vorsitzende Carmen Endres an die Gründung im März 1988. Hauptinitiatoren waren Gemeindereferent Konrad Fuchs und seine Frau Michaela, die mit acht ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen das Projekt gestartet hatten. Das Bauunternehmen Schick stellte sein altes Bürogebäude für die Nutzung kostenlos zur Verfügung.

Drei Jahre später folgte der Umzug ins Untergeschoss des Pfarrhofes und die Umbenennung vom "Dritte-Welt-" in den "Eine-Welt-Laden". Dort hat der Laden bis heute seinen Platz und ist über die Straße "Am Stadtgraben" barrierefrei zu erreichen.

Die Räume stellt die Pfarrei kostenfrei zur Verfügung. Zögerlich liefen die Geschäfte als sich 1993 die in Freystadt ansässigen Franziskaner-Schwestern Regine Schreiber, Judäa Bittenauer und Mattäa Herrler zum Team gesellten.

Dank ihrer Initiative gelang es, den Laden mit einem Kredit von der Pfarrei neu zu beleben. Bald danach startete man eine Bananenaktion, die es bis heute gibt: Alle zwei Wochen sind die fairen Früchte im Angebot – demnächst vom 20. bis 22. Juni.

Seit elf Jahren ein Verein

1997 wurde aus dem Projekt dann durch Unterstützung von Josef Dunkes offiziell ein Verein – mit Petra Dunkes an der Spitze und Angelika Gailler als Stellvertreterin. 2006 übernahm bei den Neuwahlen Carmen Endres den Vorsitz mit Angelika Gailler und Renate Baier als Stellvertreterinnen. Josef Dunkes wurde Kassenprüfer und ist mittlerweile von Christine Tratz abgelöst worden.

Der Laden hat Produkte aus fairem Handel im Angebot. Der faire Handel ist ein Teil der Fairtrade-Bewegung und damit ein wirkungsvolles Instrument der Armutsbekämpfung.

Gerechte Preise würden helfen

Die Kunden entscheiden sich für hochwertige und fair gehandelte Produkte und sichern damit Kleinbauernfamilien in der Dritten Welt faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen.

Endres erinnerte an den Leitsatz des fairen Handelns, den der brasilianische Bischof Don Helder Camera geprägt hat: "Wenn die Länder des Überflusses den Entwicklungsländern gerechte Preise für ihre Produkte zahlen würden, könnten sie ihre Unterstützung und Hilfspläne für sich behalten". Weil dem bislang nicht so ist, macht der Eine-Welt-Laden aber weiter. Neben den normalen Verkaufstagen organisiert das Team auch Vorträge, ein Missio-Kaffeetrinken, Teeseminare, faire Frühstücke sowie Kaffee- und Kuchenverkäufe beim Pfarrfest.

Weil das Team ehrenamtlich arbeitet, können die Überschüsse gespendet werden. Nutznießer waren bereits die Nepalhilfe, "Schutzengel" gesucht oder die Opfer des Erdbebens in Haiti.

Briefmarke oder Korken gesucht

Außerdem unterstützt das Team des Ladens die Hilfsaktion "Weihnachten im Schuhkarton" und nimmt ganzjährig von Privatpersonen Korken und Briefmarken (ausgeschnitten mit einem Zentimeter Rand) entgegen, um sie an Hilfsaktionen weiterzuleiten.

Öffnungszeiten des Ladens: mittwochs und freitags von 15 Uhr bis 17 Uhr, donnerstags und samstags von 10 Uhr bis 12 Uhr. 

ANNE SCHÖLL

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