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Erinnerungen an Schrecken der NS-Zeit

Zeitzeugengespräch mit 200 Zehntklässlern der Knabenrealschule Neumarkt - 20.10.2016 10:00 Uhr

Siegfried Heilig berichtete den Neumarkter Schülern, wie er während der NS-Zeit jahrelang versteckt leben musste. © Foto: privat


Im Geschichtsunterricht der neunten und zehnten Jahrgangsstufe wurden im Vorfeld die verschiedenen Facetten der Zeit des Nationalsozialismus behandelt. Ein ganz wesentliches und vor allem trauriges Thema ist dabei die Verfolgung und Ermordung von Personengruppen, die das nationalsozialistische Regime ausgegrenzt hat.

Siegfried Heilig und seine Familie sind Angehörige der Sinti und Roma, einer Volksgruppe, die früher verächtlich „Zigeuner“ genannt wurde. Nur dank seiner couragierten Großmutter entging der gebürtige Magdeburger knapp der Verhaftung durch die Gestapo und der Deportation nach Auschwitz. Jahrelang mussten er und seine Familie daraufhin versteckt in den Wäldern leben und waren zahlreichen Entbehrungen ausgesetzt.

Am Schlimmsten war aber wohl die Angst, jederzeit verhaftet oder umgebracht werden zu können. Die Erinnerungen daran lassen Heilig bis heute nicht mehr los. Er appellierte an die Jugendlichen, sich die Vergangenheit bewusst zu machen und andere Volks- und Personengruppen nicht auszugrenzen, damit solche Gräueltaten nicht wieder passieren. Am Ende blieb noch Zeit für die interessierten und aufmerksamen Schüler, Heilig Fragen zu stellen, sich bei ihm zu bedanken und auch das eine oder andere Foto zu schießen. Birgit Mair vom Nürnberger Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) begleitete und moderierte das Gespräch.  

nn

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