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Erstes Foto: Hier schleicht ein Wolf durch die Oberpfalz

Aufnahme zeigt großen Beutegreifer im Truppenübungsplatz Hohenfels - 28.04.2017 16:15 Uhr

Dieses von „privat“ geschossene Foto veröffentlichte das Landesamt für Umwelt. Es zeigt den Wolf, der am 11. April durch den Truppenübungsplatz Hohenfels streifte. © Foto: privat


"Ob es sich dabei um dasselbe Tier handelt, das bereits im Januar 2017 mittels Genetik dort nachgewiesen wurde, kann nicht belegt werden", erklären die Wolfsexperten des Bayerischen Landesamtes für Umwelt in Augsburg.

Die Bemühungen, Probenmaterial für genetische Analysen im Truppenübungsplatzen aufzufinden, wurden verstärkt, um mehr Informationen zu Geschlecht und Herkunft des Tieres zu erhalten.

Das im Januar auf dem Truppenübungsplatz gesicherte genetische Material konnte eindeutig einem Wolf aus der zentraleuropäischen Tieflandpopulation zugeordnet werden. Die Qualität der Probe war jedoch für eine Bestimmung des Geschlechts und des Rudels, von dem die Zuwanderung ausging, nicht ausreichend.

Vielleicht handelte es sich bei der Beobachtung vom 11. April auch um den selben Wolf, der zu Beginn des Monats an der Grenze zwischen den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Bayreuth und Nürnberger Land drei Rotwildtiere gerissen hat. Zur weiteren Abklärung hatte das Landesamt für Umwelt die genetische Analyse gesicherter Speichelspuren in Auftrag gegeben. Für eine der Proben liegen nun erste Ergebnisse vor: Sie stammt eindeutig von einem Wolf aus der zentraleuropäischen Tieflandpopulation.

"Weitere Analysen sollen Erkenntnisse zu Geschlecht und Rudelzugehörigkeit liefern und klären, ob es Bezüge zu den beiden auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr ansässigen Wölfen gibt", teilt dazu das LfU mit. Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern wurden informiert.

Auf dem Übungsplatz lebt nachgewiesenermaßen ein Wolfspärchen. Ein zweites hat sich im Bayerischen Wald niedergelassen. "Bereits im Mai können aus den Paaren Wolfsfamilien werden, und Bayern hätte seine ersten zwei Rudel", so der LBV-Artenschutzreferen Andreas von Lindeiner.

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nn

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