Donnerstag, 15.11.2018

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Gemeinde Sengenthal: Schüler sollen See aufräumen

Offener Brief von Bürgermeister Brandenburger an Schulleiter - 06.07.2018 09:15 Uhr

Das Weihergelände bietet immer wieder ein Bild der Verwüstung. © Konrad Ochsenkühn


Brandenburger schreibt: "Wie Sie sicherlich aus eigener Erfahrung wissen, auf jeden Fall jedoch auch aus den regionalen Medien entnommen haben, wurde vergangenes Wochenende der Uferbereich des Bögl-Baggersees anlässlich der inoffiziellen Schulentlass-Feiern der Schülerinnen und Schüler aus den weiterführenden Schulen auf dreiste Art und Weise vermüllt. Grundsätzlich befinden sich die betreffenden Grundstücke in Privatbesitz, so dass die Gemeinde Sengenthal nur indirekt betroffen ist. Da jedoch zahlreiche Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern in diesem Zusammenhang bei der Gemeinde Sengenthal berechtigterweise vorgebracht wurden, stellt sich ganz allgemein, aber auch mir persönlich die Frage, in wieweit Umwelterziehung in unseren Schulen stattfindet."

Brandenburger fordert: "So sollten meines Erachtens nicht nur an Projekttagen öffentlichkeitswirksame Berichte in den Medien über entsprechende, durchaus auch lobenswerte Aktionen oder Projekte dargestellt werden, sondern es wäre der Sache weitaus dienlicher, den Schülerinnen und Schülern die Notwendigkeit entsprechend nachhaltigen und umweltgerechten Verhaltens im täglichen Umgang mit unserer Umwelt und Natur beizubringen. Offensichtlich besteht hier noch erheblicher Verbesserungsbedarf, wenn man sich den derzeitigen Zustand rund um den Baggersee vor Augen führt."

Bürgermeister Brandenburger will den Vandalismus nicht länger hinnehmen. © Fotostudio Weidinger, Neumarkt


Der Wunsch der Schülerinnen und Schüler, das Ende ihrer Schullaufbahn gebührend zu feiern, sei durchaus verständlich und dass sich das Gelände am Baggersee der Firma Bögl anbietet, müsse nicht näher erläutert werden, so Brandenburger. "Die damit einhergehenden Ruhestörungen in der angrenzenden Wohnsiedlung wurden durch die dort wohnenden Bürger angesichts des genannten Anlasses auch immer toleriert. Dass jedoch ein derartiger Saustall hinterlassen wird, um den sich dann andere kümmern müssen, ist, gelinde gesagt, eine Unverschämtheit. Um den nachfolgenden Schülergenerationen derartiges Fehlverhalten an tatsächlichen Beispielen darzustellen und um zukünftig möglichst derartigem negativen und umweltschädlichen Verhalten vorzubeugen, schlage ich vor, dass die Schulen zum Schuljahresende im Rahmen eines Projekt- oder Wandertages zum Baggersee gehen und den von ehemaligen Schulkameraden verursachten Dreck aufräumen. [...]"

Letztendlich gehe es Brandenburger auch darum, einen natürlich belassenen See möglichst auch nachfolgenden Generationen zu erhalten, um auch künftig verletzungsfreies Badevergnügen zu ermöglichen und zu erhalten." 

nn

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