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Mitarbeiter der Baufirma sind derzeit damit beschäftigt, auf dem Gelände des Bögl-Innovationszentrums aus Fertigteil-Bauelementen ebenerdig eine Tunnelröhre aufzustellen, die potenziellen Kunden als Anschauungsobjekt dienen soll. Passanten und Autofahrer staunten gestern angesichts des imposanten Baukörpers: Aus sogenannten Tübbing-Steinen fügt der Bögl-Trupp einen Betonring zusammen, der einen Durchmesser von neun Metern hat. Rund 30 Einzelelemente bilden den Röhrenabschnitt. Jedes dieser Betonteile wiegt maximal zehn Tonnen und hat eine Wandstärke von 40 Zentimetern.
Was an Ort und Stelle am Greißelbacher Bahnhof nicht zu sehen ist: Beim Tunnelbau frisst sich eine Vortriebsmaschine in den Berg; per Fließband und automatischem Hebegerät werden die Elemente gleich an der richtigen Stelle im Tunnel platziert.
Wenn das eindrucksvolle Ausstellungsstück steht, dann verlegen Bögl-Mitarbeiter in der Röhre auch noch Gleise des Bögl-Systems „Feste Fahrbahn“, wie es für Schienenstrecken von Hochgeschwindigkeitszügen Verwendung findet.
Seit Jahren verzeichnet der Bögl-Zentralbereich Tunnelbau einen zunehmenden Bedarf an neuen Tunnelbauprojekten. Bauaufgaben wie der City-Tunnel Leipzig und der Tunnel Schlüchtern führten deshalb zum bundesweiten Aufbau einer funktionellen Tübbing-Produktion, verteilt über mehrere moderne Standorte in Nord- und Süddeutschland.
Bei Genauigkeiten von 0,3 Millimetern sind Produktionsanlagen, handwerkliche Fähigkeiten und Ingenieurleistungen in Planung und Abwicklung täglich auf höchstem Niveau gefordert.

