Samstag, 17.11.2018

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Größte Einzelstiftung der gesamten Oberpfalz

Neues Klinikumsgebäude mit Palliativstation wurde eingeweiht - Dank an Leokadia und Johann Donauer - 06.10.2008

Auf Tuchfühlung mit der Blaskapelle Pilsach: Klinikumsvorstand Peter Weymayr und Landrat Albert Löhner gemeinsam mit dem Stifter-Ehepaar Donauer (von links). © Petra Schlierf


Beim Neubau und auch bei dessen zweijähriger Planung verlief fast immer alles nach Plan. Nur bei der Eröffnung am Freitag musste ein wenig improvisiert werden. Eigentlich war der Einweihungsgottesdienst in der Kirche St. Anna geplant gewesen. Nach dem Brand in dem Gotteshaus (wir berichteten) musste er allerdings in die Klinikkapelle verlegt werden, was den Feierlichkeiten aber keinen Abbruch tat.

«Großherziges Geschenk»

Per Live-Kamera wurde die kurze Andacht auch in die Zimmer der Klinikpatienten übertragen. Begleitet von der Blaskapelle Pilsach ging es dann die wenigen Meter zum Stiftungsgebäude. Mit dabei waren nicht nur alle entbehrlichen Ärzte des Klinikums, sondern auch das zukünftige Personal sowie zahlreiche Politiker des Landkreises.

Diese würdigten das Engagement der Stifter, allen voran Landrat Albert Löhner: «Ich möchte mich recht herzlich bei Ihnen bedanken, liebes Ehepaar Donauer, für dieses großzügige, ja großherzige Geschenk an die Bevölkerung des Landkreises. Sie haben die größte Einzelstiftung der gesamten Oberpfalz gemacht.»

Danach übergaben Architekt Hans Distler und dessen Vater Hans-Jürgen Distler den symbolischen goldenen Schlüssel an Johann Donauer, der ihn dann an den Landrat weiterreichte. Den kirchlichen Segen gaben Stadtpfarrer Norbert Winner, Klinik-Seelsorger Michael Gmelch und der evangelische Pfarrer Peter Loos.

In Rekordzeit entstand das Donauer-Stift neben dem Klinikum Neumarkt in der Nürnberger Straße. Nur etwas über 13 Monate sind vergangen, seit die Bagger die erste Schaufel Erde abgetragen hatten. Damit konnte es allerdings nicht gleich losgehen.

Zunächst einmal mussten die Bäume gefällt werden, die dort seit Jahrzehnten gestanden hatten. Inzwischen stehen wieder einige Bäume um das moderne Gebäude herum. Es ist umgeben mit einer Gartenanlage mit Rosenbeeten und kleinen Kopfsteinpfaden, die auch im Herbst zum Flanieren einlädt.

Auch im Inneren des Komplexes werden sich Patienten und Besucher wohl fühlen, denn das Ambiente hat abschnittsweise so gar nichts von tristem Krankenhausflair. In den beiden oberen Etagen sind zwei geräumige Aufenthaltsecken entstanden, die eher einem gemütlichen Wohnzimmer gleich kommen.

An weiteren Besonderheiten bietet das Gebäude einen «Raum der Stille» mit einem kleinen Altar, dessen Realisation dem Ehepaar Donauer besonders am Herzen lag, und die Möglichkeit für Angehörige, in einem zusätzlichen Bett in den Einzelzimmern zu übernachten.

Zwei Praxen

Im ersten Stock ist das Operationszentrum untergebracht, in denen zukünftig ambulante Eingriffe durchgeführt werden sollen. Das Erdgeschoss bietet Platz für zwei Arztpraxen. In einer davon hat Dr. Ekkehart Ladda eine internistisch-onkologische Praxis eingerichtet, die bereits vorab eröffnet worden war. Im Untergeschoss sind die Tagesklinik zur Schmerztherapie und die Hebammenpraxis untergebracht, zu der auch zwei Gymnastikräume gehören, so dass künftig auch Geburtsvor- und -Nachsorge zentral betrieben werden können. 

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