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Die Stadträte erfuhren davon bei der Bauvoranfrage der Firma Jura-Fleisch, die, wie aus der letzten Bausenatssitzung berichtet, in dem Bereich zwischen bestehenden Produktionsgebäuden am Berliner Ring und der Staatlichen Straßenmeisterei einen Schlacht- und Zerlegebetrieb bauen will.
Silvia Codreanu, die für Denkmalpflegerische Belange in der Oberpfalz zuständig ist, hatte, als Fachstelle befragt, auf das Bodendenkmal aufmerksam gemacht, das allerdings durch die früheren Baumaßnahmen schon teilweise zerstört sein dürfte.
Jetzt aber wird Jura-Fleisch aufgefordert, den Untergrund vor der Bebauung untersuchen und dokumentieren zu lassen.
Außer dem Flurnamen, der als eine Art Gedächtnis des Volkes funktioniert, gibt es keine Hinweise. Und auch Aufzeichnungen über diese kleine Befestigungsanlage gibt es keine.
Selbst über die Datierung herrscht große Unsicherheit. Was an Resten von Mauern und Überbleibseln von Wällen noch zu erkennen ist, könnte aus frühgeschichtlicher Zeit, aus der Zeit der Karolinger stammen, aber auch erst Jahrhunderte später errichtet worden sein.
Denkbar ist ein Vorgänger der Burg Wolfstein ebenso wie ein Außenposten Wolfsteins. Die den Bauarbeiten vorgeschalteten Grabungen könnten, hofft die Denkmalschützerin, darüber Aufschluss geben.
Diese Mini-Burg wurde auf der leichten Anhöhe errichtet, die von der Schwarzach auf der einen und dem kleinen Bach, der aus Richtung Habershöhe zur Schwarzach läuft, begrenzt wird. Silvia Codreanu kann sich vorstellen, dass sie zum Schutz des Handelsweges diente, der heute noch als B299 über Neumarkt nach Amberg führt.


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