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Abt Beda Maria Sonnenberg begrüßte die Gäste. Dabei rief er in Erinnerung, dass die klostereigene Landwirtschaft auf dem Staudenhof bei Fribertshofen seit 1994 zu 100 Prozent organisch-biologisch wirtschaftet. Johannes Hebauer, Behördenleiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Neumarkt berichtete, dass sein Amt eines der vier Fachzentren für ökologischen Landbau in Bayern beherbergt.
Bei der Auftaktveranstaltung im Benedictus-Saal stellte der Landesvorsitzende von Bioland Bayern, Josef Wetzstein, die Initiative „Bio-Regio Bayern 2020“ vor und meinte, dass die Landwirte, insbesondere die Biobauern, den Blick nach vorne richten sollten. Die Initiative Bio-Regio Bayern 2020 sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Ökologisierung der Landwirtschaft. Das ambitionierte Ziel, den Ökolandbau in Bayern von sechs auf zwölf Prozent bis 2020 zu verdoppeln, das sich der bayerische Landwirtschaftsminister gestellt hat, könne durch ein Umdenken der Erzeuger und der Verbraucher gleichermaßen erreicht werden. Aber nur, wenn dem Landwirt „gute Erzeugerpreise“ in Aussicht gestellt werden, sei er bereit, seinen Hof auf die Ökoproduktion umzustellen. Auch müsse die staatliche Förderung so konzipiert werden, dass Landwirte, die nach den Richtlinien von Bioland und den anderen Verbänden ihre Felder bewirtschaften und ihre Tiere halten, mehr Fördergelder bekommen als konventionell wirtschaftende Bauern.
Wer aufgrund der wirtschaftlichen Anreize umstellen will, der brauche eine intensive Beratung, meinte Josef Wetzstein in seinem Vortrag. Diese erfolge durch die so genannten Erzeugerringe von Bioland und den anderen Verbänden. Zugleich müsse aber auch der Lehrplan für die Ausbildung der Landwirtschaftsschüler um das Pflichtfach „ökologischer Landbau“ ergänzt werden. Wie Wetzstein bekannt gab, wird ab September in Weilheim eine zweite Fachschule mit Schwerpunkt Grünland und Tierhaltung eingerichtet.
Nach der Kaffeepause wurde die Initiative „Bio-Regio Bayern 2020“ aus dem Blickwinkel des Naturkostgroßhandels, der Verarbeitung, der Bildung, Forschung und Beratung betrachtet. Anschließend ging es darum, was der Handel braucht, um mehr regionale Bioland-Produkte aufzunehmen und abzusetzen.
Im Rahmen von Workshops diskutierten die Referenten mit den Biobauern über bevorstehende Veränderungen, Anforderungen und Chancen. Anschließend wurden die Ergebnisse präsentiert. Den Festvortrag zum Thema: „Mit einer guten Ausbildung fit für den Zukunftsberuf Bioland-Bauer“ hielt Josef Amberger, Studiendirektor der Staatlichen Berufsschulen Pfaffenhofen.
Die Jury zeichnete folgende engagierte Bioland-Ausbilder aus: Franz Aunkofer aus Kelheim-Herrnsaal, Martin Huber aus Geltendorf, Erich Lerf aus Ottobeuren, Josef Pöhm aus Miesbach-Wallenburg, Johann Rossmann aus Oberviechtach, Hermann Zeller aus Ipsheim.


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