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Kein Königsmacher aus dem Fußballbezirk

Niersbach wird’s verkraften: Vorsitzender Uwe Kunstmann lässt DFB-Bundestag für Mitarbeitertagung sausen - 26.01.12

NEUMARKT  - Ende der Woche tagt das DFB-Präsidium, dann wird auch der außerordentliche DFB-Bundestag am 2. März formal einberufen. Bei dem Treffen der Spitzenfunktionäre des weltgrößten Fußballverbandes soll Wolfgang Niersbach auf den Schild des DFB-Präsidenten gehoben werden. Normalerweise wäre unter den „Königsmachern“ auch der Fußballbezirk Mittelfranken mit seinem Vorsitzenden vertreten. Doch Uwe Kunstmann muss dieses Mal passen.

Abgemacht: DFB-Präsident Theo Zwanziger (li.) will sein Amt am 2. März an Wolfgang Niersbach abgeben. Auch Bezirksvorsitzender Uwe Kunstmann hätte mitstimmen dürfen.
Abgemacht: DFB-Präsident Theo Zwanziger (li.) will sein Amt am 2. März an Wolfgang Niersbach abgeben. Auch Bezirksvorsitzender Uwe Kunstmann hätte mitstimmen dürfen.
Foto: dapd
Abgemacht: DFB-Präsident Theo Zwanziger (li.) will sein Amt am 2. März an Wolfgang Niersbach abgeben. Auch Bezirksvorsitzender Uwe Kunstmann hätte mitstimmen dürfen.
Abgemacht: DFB-Präsident Theo Zwanziger (li.) will sein Amt am 2. März an Wolfgang Niersbach abgeben. Auch Bezirksvorsitzender Uwe Kunstmann hätte mitstimmen dürfen.
Foto: dapd

Rund 260 stimmberechtigte Delegierte füllen den DFB-Bundestag, 17 davon entsendet der Bayerische Fußballverband. Dabei handelt es sich um Mitglieder des BFV-Vorstands, dem auch die Vorsitzenden der Bezirke angehören. Also dürfte auch Uwe Kunstmann, Vorsitzender des Fußballbezirks Mittelfranken und somit auch aus Sicht des Kreises Neumarkt/Jura „unser Mann in Frankfurt“, bei der außerordentlichen Versammlung den Nachfolger von Theo Zwanziger mitbestimmen.

Doch ausgerechnet der scheidende DFB-Präsident hat dem Treuchtlingener einen Strich durch die Rechnung gemacht – indem Zwanziger im vergangenen Dezember kurzfristig seine Rücktritt von Oktober 2012 auf das erste Märzwochenende vorverlegt hat. „Genau an diesem Wochenende findet unsere Mitarbeitertagung statt“, sagt Uwe Kunstmann. Gut 120 mittelfränkischen Fußballfunktionäre treffen sich dann in Emsing: „Das wäre schwierig zu verlegen.“



Also muss Kunstmann dem DFB mit Bedauern absagen. Was aber nicht weiter tragisch sei, meint er; denn an der Akklamation oder, wenn es von den Delegierten gewünscht wird, geheimen Wahl des bisherigen Geschäftsführers Wolfgang Niersbach zum elften DFB-Präsidenten zweifle ja wohl niemand.

Gerade aber weil Niersbach der einzige Kandidat ist und beim DFB von einer „Übergabe des Präsidentenamtes“ die Rede ist, regt sich Kritik unter Fußballfans und -fachleuten. Die Wahl sei „undemokratisch“, so der Vorwurf. So hat sich etwa Andreas Rüttenauer, Sportredakteur der Berliner Tageszeitung taz, selbst als möglicher Gegenkandidat ins Spiel gebracht. Er fordert eine Urwahl durch die 6,7 Millionen Mitglieder des DFB – und nicht durch lediglich 260 Verbandsfunktionäre. 



nd

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