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Freitag, 16.11.2018

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Kritik an spontaner Baumfällaktion in Pilsach

Wolf: "Es gab keine Alternative" — Soundhorn-Festival mit neuem Konzept - 17.03.2018 10:16 Uhr

Im Zuge der Bachverlegung für einen Fahrradweg wurden die Bäume gefällt. © Foto: Fritz Etzold


Im Zuge der Bachverlegung aufgrund der Bauarbeiten für einen Fahrradweg ortsauswärts von Pilsach in Richtung Wünn hat sich kurzfristig eine günstige Situation für Baumfällarbeiten ergeben. Wie Bürgermeister Adolf Wolf bei der jüngsten Gemeinderatssitzung im Feuerwehrhaus in Pilsach berichtete, konnten wegen des knackigen Frostwetters im Februar noch schnell die notwendigen Bäume "weggezwickt" werden. Dies sei nämlich nur im Zeitraum von Oktober bis Februar erlaubt und die Firma Eichenseer konnte spontan einspringen und innerhalb von nur drei Stunden sei alles erledigt gewesen, auch ohne beispielsweise die Leitplanken zu beschädigen.

Aus dem Gremium hieß es, dass einige Bürger diese "Hauruck-Aktion" bedauern würden und es "schade um die großen Bäume" sei. Auch der Gemeindechef betonte, diese Baumfällarbeiten hätte er nicht gerne in Auftrag gegeben. Allerdings hätte es laut Gutachten für diese Maßnahme keine Alternative gegeben und ebenso werde der Erhaltungszustand der dortigen, betroffenen Arten nicht verschlechtert und die Bäume würden nachwachsen. Zudem werde die Gemeinde alle Vorgaben, wie beispielsweise das Aufstellen von Nistkästen für Wasseramseln im unmittelbaren Wirkbereich, einhalten.

Weiterhin informierte der Gemeindechef über den Antrag der Organisatoren des Soundhorn-Festivals, welche die dritte Ausgabe der Veranstaltung für den 23. bis 26. August 2018 planen. Nachdem allerdings in den ersten beiden Jahren Bühnen mit Rock- und Elektro-Musik ausprobiert wurden, soll die dritte Ausgabe des lokalen Festivals nun eher für Kinder, Jugend und junge Familien gestaltet werden. Geplant sind kulturelle Angebote und Workshops, Kabarett, Turnvorführungen und Akrobatik, eine Wasserrutschen und ein Pool. Auch ein Shuttlebus wird eingesetzt, um die Besucher von Neumarkt zum Festival-Gelände zu bringen. Das Konzept wurde also komplett neu überarbeitet, laut Bürgermeister Adolf Wolf werde auch Sicherheitspersonal eingesetzt und darauf geachtet, die Lautstärke-Werte einzuhalten.

Einzig im Auge behalten müsse man laut dem Gemeindechef die Bauarbeiten an der Kreisstraße, welche in diesem Zeitraum im zweiten Abschnitt sein werden. Laut dem Gemeinderat sei die Veranstaltung bisher "perfekt organisiert" gewesen und daher erfolgte die Genehmigung des dritten Soundhorn Festivals auch einstimmig. 

MARIA KRAUSS

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