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Nun präsentiert die Städtische Galerie erneut eine Schau des Nachwuchses: „Forum Junge Kunst – Oberpfalz/Region Pilsen“, so der Titel der neuen Ausstellung, zeigt 26 deutsche und tschechische Künstler. Altersgrenze: 35 Jahre.
Es handelt sich dabei um einen Überblick, der die derzeitigen künstlerischen Entwicklungen in der Region aktuell vor Augen führt. Die Hinwendung zum Gegenständlichen ist bei durchwegs allen Werken zu verzeichnen. Und auch das Schöne in der Kunst wird nicht mehr negiert in einer Generation, die Fluxus, Neoexpressionismus und bluttriefende Performances hinter sich gelassen hat.
In geradezu provokativer Heile-Welt-Stimmung erstreckt sich etwa auf Anna Plešmídovás Landschaftsansicht der blaue Himmel über zartgrünen Hügeln. Der VW-Bus, den Andreas Maul in fotorealistischer Genauigkeit aufs Blatt gebracht hat, strahlt in adrettem Rot.
Anzunehmen ist dabei natürlich ein tieferer Sinn hinter den oberflächlich netten Darstellungen. Deutlich wird dies bei Aliaksei Goubarev. Er persifliert die klassische Kunst, indem er eine hehre Marmorstatue mit banalem Filzstift wiedergibt. Was das borstige Schwein aus der Hand von Matthias Dietz zwischen den kahlen Wänden eines blauen Raumes verloren hat, bleibt der Interpretation des Betrachters überlassen.
Organisiert wurde die Schau, die im Sommer dieses Jahres bereits in Pilsen zu sehen war, vom „Centrum Bavaria Bohemica“ in Schönsee. Eine Jury aus Museumsfachleuten, Kunsterziehern und Künstlern traf dort eine Auswahl der Arbeiten, deren Schöpfer sich zum großen Teil selbst noch in der Ausbildung befinden: Die meisten der präsentierten Nachwuchskünstler studieren in Regensburg, Nürnberg und Pilsen, einige davon arbeiten bereits in künstlerischen Berufen.
„Ziel des Projektes ist es, jungen Künstlern ein öffentliches Präsentationsforum in den Partnerstädten Regensburg und Pilsen zu bieten und das Publikum auf die junge Kunstszene beiderseits der Grenzen aufmerksam zu machen“, so das Anliegen des „Forums junge Kunst“.
Keine Frage: Der Tierkadaver, der in Jakub Hájeks Installation zwischen Drahtseilen hängt, gehört mit seiner Symbolik der Vergangenheit an. Der Eiserne Vorhang ist längst gefallen. Und die junge Kunst schreitet unbefangen über seine Trümmer.
Ausstellung ist bis zum 27. Januar in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel in Regensburg zu sehen (Dienstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr (0941) 507-2440.


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