Samstag, 17.11.2018

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Landsknechte und Beutelschneider ziehen durch Breitenbrunn

Am Tillyfest unternahmdie Marktgemeinde wieder eine Reise in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges - 09.09.2018 18:34 Uhr

Im Fackelschein bot der Marktplatz am Samstag eine beeindruckende Kulisse für die kostümierten Akteure. © Foto: Werner Sturm


Auf dem Festplatz neben der Dietfurter Straße befand sich ein großes Feldlager. Dort startete das Tillyfest am Samstag mit einer realistischen Gefechtsdarstellung. Im Ort selbst trafen sich Mädchen und Buben zu einem Turnier oder zu einer Märchenstunde im Garten vom Tilly-Schloss. Feldgericht, Drill, Waffenschau und vieles mehr sorgten für Kurzweil bei den großen und kleinen Gästen.

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Vor den Lagern standen die Besucher in langen Reihen an, um die eine oder andere kulinarische Köstlichkeit zu ergattern. Der Höhepunkt am ersten Festtag war der beeindruckende Fackelzug von der Obergasse herunter. Hunderte von Lichtern in der Dämmerung boten ein wunderbares Bild auf dem ehrwürdigen Marktplatz und in den Straßen. Feuershow und ein Konzert zogen die Menschen in ihren Bann.

Als am frühen Sonntagnachmittag der berühmte Feldherr hoch zu Ross in seine Herrschaft Einzug hielt, kannte der Jubel keine Grenzen. Ihm folgte auf dem Rücken eines prächtigen Noriker-Hengstes seine Nachfahrin, die Reichsgräfin Maria Anna Katharina Theresia Gräfin von Tilly-Montfort.

„Schultheiß Lanzhammer“ und sein Magistrat hießen den hohen Herren in seinem Besitztum willkommen. © Foto: Werner Sturm


"Schultheiß Lanzhammer", die Vertreter des Magistrats und Damen in edlen Gewändern begrüßten die hohen Gäste und die Zuschauer, unter denen sich Delegationen aus dem Partnerort Breitenbrunn am Neusiedler See sowie von der Bayerisch-Belgischen Gesellschaft befanden. Der Herold überreichte Graf Tilly und Gräfin Montfort den Willkommenstrunk. Die Hoheiten grüßten ihr Volk, das Hurra war groß.

Farbenprächtiger Festzug

Danach erreichte die spannende Reise in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges ihren Höhepunkt mit dem farbenprächtigen Festzug. Von der Bühne herunter wurde den Schaulustigen entlang der Straßen jede Gruppe einzeln vorgestellt. Fanfarenzüge aus Straubing und Lupburg, die Burgfesttrommler Hiltpoltstein, die Laizer Landsknechte aus Baden-Württemberg, die Pikeniere vom Matthias Gallas Regiment aus Tschechien, die Grüne Schwedische Brigade, das Kroaten Regiment Stjepan Drajie und die Feuerkünstler Fortes Homines Ignis boten ein imposantes Schauspiel.

Die Akteure der einheimischen Tillyfestgruppen wie Landsknechte, Zigeuner, Lazarett, Schloss-Taverne, Bierbrauer Mönche, Fischer, Beutelschneider, Wegelagerer, Bauern, Bettler, Schweden und Jäger sorgten für ein unvergessliches Erlebnis.

  

WERNER STURM

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