Freitag, 16.11.2018

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Laster-Fahrer stirbt auf A3: Gaffer behindern Einsatzkräfte

Autobahn in Fahrrichtung Nürnberg war für Stunden komplett gesperrt - 10.09.2018 22:40 Uhr

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Tödlicher Unfall auf A3: 40-Tonner fährt auf Sattelzug

Der Fahrer eines Futtermittel-Sattelzuges übersah am Montag wohl gegen 16.30 Uhr das Ende eines Staus. Mit seinem Laster prallte er auf einen 40-Tonner und wurde eingeklemmt. Für den 42-jährigen Fahrer kam jede Hilfe zu spät.


Es sind schreckliche Bilder: Bei einem Unfall auf der A3 in der Oberpfalz starb am Montagnachmittag ein Mensch. Der Fahrer eines Futtermittel-Sattelzuges übersah wohl gegen 16.30 Uhr das Ende eines Staus, verlor in der Nähe einer Baustelle an der Ausfahrt Neutraubling die Übersicht. Mit seinem Laster prallte er auf einen 40-Tonner - und verletzte sich tödlich. 

Der Sattelzug, so beschreibt es die Polizei in einer Pressemitteilung, hatte lediglich eine Stahlblechrolle von circa zwei Metern Länge geladen. Die habe sich nach derzeitigem Ermittlungsstand durch den Aufprall gelöst und das Führerhaus von hinten durchbohrt. Der Fahrer wurde dort eingeklemmt und starb sofort. "Ein Notarzt konnte ihm nicht mehr helfen", heißt es in einer Pressemitteilung. 

Ein weiteres Auto wurde von dem Sattelzug auf einen Sprinter geschoben. Dabei verletzten sich drei weitere Personen leicht. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf circa 114.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet und ordnete die Hinzuziehung eines Gutachters an. 

Erneut Probleme mit Gaffern

Die Verkehrsbehinderungen, sagt die Polizei, waren immens. Die Autobahn wurde in Fahrtrichtung Nürnberg komplett gesperrt. An der Ausfahrt Rosenhof leitete die Polizei einige Autofahrer ab, der Rückstau reichte aber zwischenzeitlich kilometerweit bis nach Wörth. Ab 22.30 Uhr konnten beide Fahrstreifen wieder freigegeben werden. 

Erneut machten den Rettern Gaffer an der Unfallstelle Probleme. Immer wieder fotografierten Autofahrer von der Gegenfahrbahn, immer wieder drosselten sie das Tempo. Einige Feuerwehrleute, teilt die Polizei mit, seien sogar beleidigt worden, als sie Verkehrsteilnehmern zuriefen, das Filmen und Fotografieren zu unterlassen. 


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tl, sha E-Mail

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