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Am Freitag um 20 Uhr startet der Faschingsball der Freiwilligen Feuerwehr Rasch im Dorfhaus. Es spielt die Gruppe „Öha“ und es gibt lustige Einlagen von der Jugendfeuerwehr und den Rascher Frauen.
Einladung an Jung und Alt ergeht auch zum Gesangvereins- und Hausball beim Lehnerwirt am Samstag. Es tritt die Prinzengarde samt Dreigestirn auf und die Gäste erwarten viele Einlagen. Für musikalische Unterhaltung sorgen die „Almduudlaa“.
Am Sonntag steht die Faschingshochburg zunächst ganz im Zeichen des traditionellen Faschingszuges. Der beginnt pünktlich um 13.61 Uhr und es haben sich 31 Gruppen angemeldet. Zu ihrem 60. Kronjubiläum wird die Queen persönlich zu den Sternstechern kommen.
Hexen und Atzen, Glücksberchis, Griechische Götter, Mauerblümchen und Königinnen der Wüste werden ein buntes Bild abgeben, Geisterschiff, Blechbüchsenarmee und Dschungelcamp für Gaudi sorgen. Dazu kommt der Radau der Krach- und Blaskapellen aus Mühlbach, Dietfurt und Breitenbrunn.
Der historische Marktplatz wird zum Gaudi-Epizentrum. Eine Bühne ist aufgebaut, auf der die Mädels der Prinzengarde ihre hübschen Beine schwingen. Das Dreigestirn wird die Huldigungen seiner Untertanen entgegen nehmen. Der Faschingsverein hat ein Barzelt aufgebaut. Überall wird buntes Treiben herrschen, zum Beispiel an der Feuerteufelbar und an der Schützenbar.
Auch beim Lehnerwirt sind am Sonntag Faschingsstimmung und Tanz angesagt. Am Abend tritt dort die Prinzengarde auf. Einen Tag später treffen sich die Narren im FFW-Haus Premerzhofen zum traditionellen Rosenmontagsball. Beim Lehnerwirt findet ein Kinderfasching statt.
Am Faschingsdienstag um 15 Uhr lebt am Marktplatz in Breitenbrunn ein seltener Brauch wieder auf, der in der Umgebung nur noch höchst selten anzutreffen ist: Das Haberfeldtreiben. Dieser Brauch stammt noch aus germanischer Zeit und trug über alle Jahrhunderte hinweg zu Sittsamkeit und Ordnung im Ort bei. Beim Haberfeldtreiben wurden dereinst unredliche Bürger mit öffentlicher Schande bestraft, um sie künftig vor weiteren Missetaten abzuschrecken.
Jedes Jahr in der Herbstzeit versammelte sich eine verschwiegene Schar unbescholtener Männer und Burschen mit geschwärzten Gesichtern, in heimlicher Stunde und in dunkles Gewand gehüllt auf dem Marktplatz. Dort legten sie den Habereid ab, der alle zu unverbrüchlichen Schweigen verpflichtete. Im Anschluss daran zogen die Haberer mit Ratschen, Glocken und Blashörnern laut lärmend auf ein abgeerntetes Haberfeld. Hier verlas dann der Haberermeister die Schandtaten der Bürger, denen das Treiben galt. Unehrliche Händler, Bierpantscher, treulose Ehemänner und böse Weiberzungen wurden mit deutlichen Worten in aller Öffentlichkeit gebrandmarkt, bevor die Zusammenkunft wieder mit großem Lärm, dem sogenannten „Chlussgrawoi“ endete.
Mit dem Krawall sollten die bloßgestellten noch einmal zu allgemeiner Sitte ermahnt werden. Heutzutage, am Faschingsdienstag, ziehen die finsteren Gestalten wieder durch Breitenbrunn um allerlei lustige Gegebenheiten aufs Korn zu nehmen. Die Haberfeldtreiber ziehen von einer Station zur anderen und tun Geschichten kund, die sich über das Jahr hinweg zugetragen haben. In den Abend hinein geht es dann zum großen Faschingskehraus mit Tanz, dem letzten Auftritt der Prinzengarde und der Beerdigung des Prinzen Fasching.

