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Frau Klein, warum haben Sie Ihr Amt niedergelegt?
Stilla Klein: Nach 20 Jahren wurde es einfach Zeit, dass eine neue Kreisbäuerin die Zügel in die Hand nimmt. Ich habe das Amt stets mit Motivation und Freude ausgeübt, aber in letzter Zeit wurde mir meine Dreifachfunktion zu aufwändig. Ich bin ja auch noch Bezirksbäuerin. Für dieses Amt stehe ich auch weiter zur Verfügung, sofern ich wieder gewählt werde. Zusätzlich zu meinen Ämtern kam vor eineinhalb Jahren der Ausbau unseres Legehennen-Betriebszweigs dazu. Da gibt es jeden Tag viel zu tun.
Was lag Ihnen in Ihrer 20-jährigen Amtszeit besonders am Herzen?
Klein: Erwachsenenbildung und soziales Engagement waren für mich immer große Themen. Kultur- und Brauchtumspflege gehören ebenfalls dazu. Mein Bestreben war stets, für alle Bäuerinnen Gehör zu haben und ihre Interessen zu vertreten.
Hat sich das Bild der klassischen Landfrau während Ihrer Amtszeit gewandelt?
Klein: So wie sich die Dorfstrukturen ändern, hat das auch Auswirkungen auf uns Landfrauen. Wir werden immer weniger, viele Ortsverbände mussten sich in der Vergangenheit zusammenschließen. Zudem haben viele eingeheiratete Jungbäuerinnen keinen landwirtschaftlichen Hintergrund. Viele gehen dem Beruf nach, den sie nach der Schule gelernt haben. Da befindet sich sehr viel im Wandel.
Was raten Sie Ihrer Nachfolgerin?
Klein: Ich bin sicher, dass Sieglinde Hollweck ihren eigenen Weg finden wird, mit den Herausforderungen des Amtes umzugehen. Und frischer Wind hat selten geschadet.

