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Viele Besucher im gut gefüllten Saal kamen verkleidet zum Faschingskonzert der Nürnberger Hochschule für Musik, die ja auch in Neumarkt eine Dependance hat.
Lustiges und Schmalziges bot die Violinklasse von Prof. Daniel Gaede, der seine Schützlinge nicht begleiten konnte, weil er wegen des Arbeitskampfes am Frankfurter Flughafen festsaß. Die jungen Musikerinnen und Musiker schlüpften in Schlafanzug und Bademantel, trugen eine Gockelmaske oder setzten sich Narrenkäppchen auf.
Passend zum Rosenmontag zu Beginn die „Krapfenwadlpolka“ von Johann Strauß, die Solist Rafael Nowak präsentierte. Zur Stückeauswahl gehörten unter anderem Violinsonaten von Niccolò Paganini (1782-1840) und Eugene Ysaye (1858-1931). In der Pause ließen sich die Zuhörer Krapfen munden.
Interessant und witzig die Interpretation zur Fantasie über Carmen von Georges Bizet von Pablo de Sarasate (1844-1908). Alle Mitwirkenden ließen zum Schluss bei der Kindersinfonie von Leopold Mozart (1719-1787) den Geigenbogen sausen.
Der starke Applaus der begeisterten Zuhörerschar half nichts, eine Zugabe ließen sich die Studenten, die ihr professionelles Niveau demonstriert hatten, beim besten Willen nicht mehr entlocken.

