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Seit vielen Jahren gibt es in Wissing eine Grundschule. In dieser Außenstelle der Grund- und Mittelschule Seubersdorf werden derzeit noch übergangsweise zwei Klassen mit 36 Schülern unterrichtet.
Laut Bürgermeister Eduard Meier (CSU) ist die Schule in Wissing eigentlich schon seit mehr als zwei Jahren aufgelöst und wurde nur während der Sanierung des Schulgebäudes in Seubersdorf weiterbetrieben. Für den Schulbetrieb in der Außenstelle wende die Gemeinde rund 17000 Euro im Jahr auf. Grundsätzlich liege es jetzt am Marktrat, zu entscheiden, wie es in Wissing weitergehe. Laut Auskunft des Seubersdorfer Schulleiters Karl Staudinger sei die Schule in Wissing jetzt nicht mehr notwendig.
Die Wissinger Gemeinderäte Benz und Hengl wiesen darauf hin, dass das Schulgebäude in Wissing mit zwei Klassenzimmern, einem Werkraum und einem großen Turnraum vor rund 15 Jahren für umgerechnet rund 850000 Euro saniert wurde. Für den Erhalt der Schule sprächen unter anderem die angenehme Atmosphäre für Schüler und Lehrer und die Räumlichkeiten.
Zudem müsse das Gebäude wohl auch weiterhin unterhalten werden — auch wenn kein Schulbetrieb mehr darin stattfindet. Außerdem würde für den Ort ein kultureller Verlust entstehen und das Gebäude sei für andere Nutzungen nur sehr schwierig umzubauen. Es entspann sich eine ausgiebige Diskussion bei der Gemeinderatssitzung, in deren Verlauf Bürgermeister Meier klarstellte: „Sollte der Schulbetrieb eingestellt werden, bedeutet das nicht, dass die Gemeinde das Haus verkauft.“
Eberhard Stephan (SPD) meinte: „Der Erhalt des Schulstandortes Seubersdorf hat Vorrang“ und auch Peter Betz (FW) erklärte: „Die Schule in Seubersdorf darf nicht gefährdet sein.“ Josef Schlierf (SPD) sagte: „Wir haben die Schule in Seubersdorf für viele Millionen saniert und die Schule in Wissing bisher künstlich aufrecht erhalten.“ Josef Weismann (CSU) vertrat die Auffassung, dass man den Erhalt der Schule in Wissing den Eltern in anderen Ortsteilen nur schwerlich klarmachen könne.
Im weiteren Verlauf der Diskussion wurde eine klare Aussage von Rektor Staudinger zu diesem Thema gefordert und Bürgermeister Meier appellierte an die Bürger von Wissing: „Macht euch Gedanken, wie es mit dem Gebäude weitergehen könnte.“ Im weiteren Verlauf der Sitzung gab es Vorabinformationen zum Ergebnis der Jahresrechnung 2011. Demnach umfasst der Verwaltungshaushalt Einnahmen in Höhe von rund 5492741 Euro und Ausgaben von 5560835 Euro.
Der Vermögenshaushalt verzeichnet Einnahmen in Höhe von 4455734 Euro und Ausgaben in Höhe von 3319069 Euro. Die Kassenreste betragen rund 99951 Euro. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt erreicht rund 1352500 Euro. Es wurden Kredite in Höhe von 181193 getilgt. Jetzt hat die Gemeinde lediglich noch ein BLSV-Darlehen für das Sportheim in Höhe von 42420 Euro laufen. Bei 5008 Einwohnern bedeutet dies eine Pro-Kopf-Verschuldung von 8,47 Euro.

