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Gurgelnd verschwand das Wasser, das mit Tauchpumpen aus den vollgelaufenen Kellern gepumpt worden war, in einen Gully an der Ecke Rosen- und Blumenstraße. Hier endeten zwei Schlauchleitungen aus den beiden in der Blumenstraße betroffenen Häusern, aus einem Keller in der Rosenstraße führten ebenfalls Schlauchleitungen Richtung Rinnstein.
Gegen 4.50 Uhr nahm in der Blumenstraße das Desaster seinen Lauf: Langsam hob sich die Straßendecke auf einer Länge von gut sechs Meter um rund sieben Zentimeter, dann ging ein Loch auf und Wasser und Sand sprudelten auf die Straße. Das Wasser floss in mehreren Anwesen in der Blumenstraße sowie Rosenstraße, in manchem Keller stand es bis zu einem Meter hoch. Grund: Ein Rohrleitungsbruch. Der Wasserfluss konnte erst gegen 6.30 Uhr gestoppt werden, da die gefrorenen Absperrregler nicht mehr ansprachen. Um Schlimmeres zu verhindern, alarmierte die Feuerwehr auch das THW, das mit Sandsäcken die Hausein- und Kellerabgänge sicherte, damit nicht noch mehr Wasser hinein lief.
„Das kann ich alles wegwerfen“, stöhnte ein Anwohner. Im Treppenhaus dümpelten leere Flaschen und Wasserkisten im Wasser, die Pumpen gurgelten leise. „Den Hobbyraum kannst du vergessen“, sagte er. Ein Nachbar übte sich in Sarkasmus: Früher, bevor die Regenrückhaltebecken gebaut wurden, habe er immer wieder Wasser im Keller gehabt, sagt er: „Aber was war das eine Dreckbrühe.“ Diesmal sei es Leitungswasser.

