Mittwoch, 12.12.2018

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Nazi-Gräuel lassen den Atem stocken

„Der letzte Brief“ überzeugt und begeistert bei seiner Neuauflage - 24.09.2011

Szenen aus dem jüdischen Neumarkt aus den 30er Jahren: Links ein flotter Tanz der Mädchen beim Fest, rechts aufgebrachte jüdische Jugendliche, die lautstark Joschi (Tomas Fuchs) und Margarete ihren Unmut darüber kundtun, in allen Lebensbereichen von den Nazis benachteiligt zu werden. © Fritz-Wolfgang Etzold


Vor fünf Jahren uraufgeführt und preisüberhäuft, haben sich die Väter des Stückes, Franz Xaver Müller (Text) und Max Gmelch, Michael Dorner und Marcel Estermann (Musik), an eine Überarbeitung gewagt.

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Musical "Der letzte Brief" in Neumarkt

Überarbeitet und verfeinert: Das Musical "Der letzte Brief" überzeugt die Zuschauer in Neumarkt.


Urteil zum im Kolpinghaus aufgeführten Stück: Es hat gewonnen. Der Text reduziert, die Musik dominanter, was mehr Platz für die Phantasie lässt.

Sag mir, was war: Karin (Anja Ibler) trägt schon das rote Kleid ihrer Großmutter (Nicole Hassold), spürt aber, dass es noch ein Geheimnis gibt. © Etzold


Die Schauspieler fünf Jahre älter, ergänzt um Erwachsene, was dem Bild gut tut.

Ein Albtraum: Ilse (Maria Niklas, l.) wird im Schlaf von den Eindrücken des Tages verfolgt, selbst im Schlummer von den Nazis eingeholt. © Fritz Etzold


Manche Stellen sind abgefeilter und eingängiger, viele lassen immer noch den Atem stocken. Eine Einzelkritik ist dem Gemeinschaftswerk der Darsteller gegenüber nicht angemessen, die alle mit Begeisterung und Verve auf der Bühne ihr Bestes geben.


Und das ist sehr beachtlich. Infos: www.der-letzte-brief.de 

wof

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