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Dabei richten sie ihr Augenmerk vor allem auf die Kleidung der Zweiradler: Ob sie Stiefel tragen, ob der Helm offen oder geschlossen ist. Dazu sollen sie erfassen, welches Geschlecht und welches ungefähre Alter ein Biker oder eine Rollerfahrerin haben. Nicht immer ganz leicht, wenn einer bei grün an ihnen vorbeizischt, sagt der eine Student. Doch mit der Zeit bekomme man Routine. Auch Radler sollen die beiden zählen, dabei ist aber nur anzugeben, ob die mit oder ohne Helm ihres Wegs strampeln.
Die beiden Studenten stammen aus Mannheim und wurden von einem Karlsruher Ingenieurbüro angeheuert: Im Auftrag des Bundesamts für Straßenwesen zählen sie verschiedene Verkehrsteilnehmer in unterschiedlichen deutschen Orten.
Das Duo ist im Moment auf Oberpfalz- und Mittelfranken-Tour, in Amberg und Schwabach waren sie schon, nach dem Stopp in Neumarkt ziehen sie weiter nach Weiden. Ihr Quartier haben sie in Kastl aufgeschlagen.
Zehn Stunden am Tag sitzen sie mit ihren Blöcken an verschiedenen Orten, ein genauer Einsatzplan gibt ihnen Zeit, Ort und auch Pausen vor. Start war gestern um sieben Uhr am Oberen Tor, nach der Mittagspause ging es weiter ans Untere, bevor die beiden dann ihre Klappstühle an der Amberger Straße aufstellten.
Bei sonnigem Wetter, wenn viele unterwegs sind, habe man schon ordentlich zu tun, sagt einer der beiden junge Leute, die ihre Namen nicht in der Zeitung lesen wollen. Doch am Sonntag, als das Wetter eher mau war, kamen nur rund zehn Fahrzeuge pro Stunde vorbei — da zieht sich dann die Zeit etwas.
Schon seit Jahren bessert einer der beiden sein Konto mit diesem Job auf; auch in Duisburg hat er schon den Verkehr gezählt, in Gotha und Göppingen sind Kollegen unterwegs. Nächste Woche ziehen die beiden weiter — dann heißt es Lkw zählen.

