Montag, 24.09.2018

|

Neue Häuser auf dem alten Kago-Parkplatz

Postbauer-Heng baut 32 Wohnungen an der Pyrbaumer Straße - 06.06.2018 10:00 Uhr

So sieht das Modell aus, dass Architekt Helmuth Theil dem Marktgemeinderat vorstellte. © Foto: Helmuth Theil


Der alte Kago-Parkplatz, seit einer Weile im Besitz der Gemeinde, liegt etwas tiefer als die nahe Pyrbaumer Straße. Entlang dem Buchenrainbach gibt es schützenswerte Vegetation, ebenso im Süden des Areals mit einem Erlenbestand, Glanzgras und Silberweiden.

Zudem durchschneidet derzeit die Stromtrasse durch den Ort das Areal – das ist ein 45 Meter breiter Streifen, der derzeit nur eingeschränkt bebaubar sei, sagte Theil. Bürgermeister Horst Kratzer ist aber zuversichtlich, dass die Trasse über kurz oder lang aus dem Ort verschwindet, da sie aufgerüstet werden soll und damit der derzeitige Korridor nicht mehr reicht.

Theil will links und rechts des Trassenkorridors je ein schlichtes, einfaches und vor allem günstiges Mehrfamilien-Haus bauen; das Erdgeschoss barrierefrei, mit offenen Treppenhäusern und Laubengängen zu den Wohnungen. Die haben zwei Zimmer und 55 Quadratmeter Größe oder drei Zimmer und 75 Quadratmeter Größe, "also kein Luxusverdacht". Blocks dieser Art hatte sich der Gemeinderat schon am Hasenbuck in Nürnberg angeschaut (wir berichteten). Wenn die Trasse eines Tages weg ist, soll dann der dritte Block in bester Lage in der Mitte des rund 2000 Quadratmeter großen Grundstücks entstehen. Theil hatte die Planung für Häuser mit einem Obergeschoss und mit zwei Obergeschossen durchgerechnet. Im ersten Fall sind es 32 Wohnungen, im zweiten 48. Daraus resultierend gibt es ein Problem: Pro Wohnung muss man in der Gemeinde zwei Stellplätze nachweisen. Doch auf dem Grundstück wäre bei 32 Wohnungen gerade noch Platz für 32 Stellplätze – vorgeschrieben wären aber um die 70. Sind es 48 Wohnungen, müssten bis zu 100 Stellplätze geschaffen werden.

Mehr Geschosse?

Der Streit, der darüber entbrannte, war schnell grundsätzlicher Art und führte weit weg von dem, was beschlossen werden sollte. Das vor allem, weil es auch Räte gab, die für drei Geschosse warben, um noch mehr Wohnraum zu schaffen. Eine Tiefgarage wurde ins Spiel gebracht, ein Rat warb dafür, statt eines Erdgeschosses doch Parkgaragen zu schaffen. "Aber dann können wir da keine barrierefreien Wohnungen bauen", kommentierte Theil. Fakt ist: In der Vergangenheit hatte der Rat den Schlüssel aufgestellt, dass pro Wohnung zwei Stellplätze nötig sind. Das ist seither verfochten worden. Dann könne man jetzt nicht plötzlich hergehen und die Quote senken, sagten mehrere Räte.

Am Ende einigte sich der Rat darauf, aus dem Sondergebiet Parkplatz in einem ersten Schritt ein Mischgebiet zu machen und die Fachstellen anzuhören. Dann, sagte Horst Kratzer, werde man den nächsten Schritt tun. Offen ist dabei, ob die Gemeinde selbst als Bauträger auftreten wird oder ein Investor tätig wird.  

WOLFGANG FELLNER

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Postbauer-Heng