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„Gott segne das ehrbare Handwerk“, sagte Maria Denk, nachdem sie von Albert Vetterl, dem Vizepräsidenten der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz, und seinem Hauptgeschäftsführer Toni Hinterdobler mit einer Ehrenurkunde samt Goldmünze geehrt worden war.
Maria Denk gab ihren Vorrednern am Mikrofon dabei Recht: Sie sei in diesen 41 Jahren viele Stunden nicht zuhause gewesen, sagte sie, und dankte für all‘ die lobenden Worte. Mit einem warmen Lächeln wünschte sie ihren Handwerksmeistern für die kommenden Jahre „volle Auftragsbücher“, ehe sie von der Bühne trat.
„Ich denke, ich kann es mir ersparen, in Höhen und Tiefen des vorausgegangenen Jahres zu schürfen“, sagte Kreishandwerksmeister Gerhard Ulm. Das Hier und Jetzt sei wichtiger. Das Handwerk sei gut ins neue Jahr gestartet, die 15 Innungen zählten 700 Mitglieder. Die Betriebe bildeten 917 Lehrlinge aus. Ulm: „Das sind Zahlen, die sich sehen lassen können.“ Das Neumarkter Handwerk umfasse 1350 Betriebe mit knapp 1300 Erwerbstätigen; die Gesamtzahl der Lehrlinge liegt bei 1300, 2011 kamen 440 neue Lehrverträge hinzu.
„Heute ist ein Denk-würdiger Tag“, scherzte Vizepräsident Vetterl: „Die Zusammenarbeit mit Ihnen war eine Pracht“, sagte er zu Maria Denk. 2011 sei für das Handwerk ein gutes Jahr gewesen, das Handwerk sei der stabilisierende Faktor bei der Binnennachfrage gewesen. Von der Politik forderte er vor allem bei den Energiekosten klare Rahmenrichtlinien ein. Für 2012 erwarte er bei hoher Betriebsauslastung viele Aufträge.
Die Festrede hielt Hausherr und Landrat Albert Löhner. Er erinnerte an das Jahr 1958. Der Altlandkreis Neumarkt lag damals bei der Kaufkraft in der damaligen Bundesrepublik an vorletzter Stelle, „doch als Spätstarter haben wir eine tolle Entwicklung hingelegt, die wir dem Mittelstand und dem Handwerk verdanken.“ Das sei der Motor, der den Landkreis zum Laufen gebracht habe, lobte Löhner, ein Großteil des Umsatzes im Kreis werde vom Mittelstand erwirtschaftet. Für den Arbeitsmarkt seien die kleinen und mittleren Unternehmen unverzichtbar. Handwerk bedeute Flexibilität, Mobilität, Kreativität. Löhner: „Diese Kultur der Selbstständigkeit prägt unsere Gesellschaft.“
Maria Denk habe 41 Jahre die Kreishandwerkerschaft geprägt, ihr ihren Stempel aufgedrückt, lobte er; sie sei der Chef-Dienstleister gewesen. Die Verabschiedung übernahm Gerhard Ulm. Er erinnerte an viele gemeinsame Ereignisse, an den Sprung in eine von Männern dominierte Welt, in der sich Maria Denk mit ihrer freundlichen und kollegialen Art rasch durchgesetzt und die Zügel in die Hand genommen habe. Sie habe viele Obermeister und Kreishandwerksmeister an die Hand genommen und ihnen gezeigt, wo es lang geht, erinnerte er offen.
Ein langanhaltender und donnernder Applaus zeigte, dass Ulm seinen Handwerksmeistern damit so recht aus der Seele gesprochen hatte. Und beim anschließenden Stehempfang stand, wie sollte es auch anders sein, Maria Denk im Mittelpunkt.

