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Donnerstag, 21.02.2019

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Neumarkt: "Es wird ein Park für alle"

Stadt informiert Bürger über größtes Grünprojekt seit der Landesgartenschau - 12.02.2019 10:15 Uhr

So könnte es aussehen: Eine breite Treppe führt von der großen Wiese auf der Schanze hinunter zum freigelegten Leitgraben. © Grafik: Stadt Neumarkt


So wird der Stadtpark um rund 3500 Quadratmeter größer, heißt es in der Verlautbarung aus dem Rathaus. Denn der Behelfsparkplatz "Hotel Wunder" verschwindet und wird zur Stadtparkfläche umgestaltet. In dem Bereich soll der Leitgraben wieder freigelegt und als historisches Bauwerk erlebbar gemacht werden. Wasserterrassen und ein Spielbereich sollen das Gelände attraktiv gestalten. Dazu gehört auch eine Pergola, die Schatten für die Besucher spenden soll. Als Ausgleich für die Auto-Stellplätze, die wegfallen wird gegenüber in der Mühlstraße der Parkplatz erweitert.

Auch im restlichen Stadtpark sind zahlreiche Umgestaltungen vorgesehen. So soll die große Wiese auf der Schanze künftig als Areal für Erholung und Freizeit für alle Altersstufen dienen. Nach unten hin zum Weiher und zum Leitgraben sollen Terrassengärten mit Sitzstufen, Stauden und Heckenbändern eine angenehme Umgebung schaffen.

Eine große Treppe zwischen der Großen Wiese auf der Schanze und dem unteren Stadtparkbereich soll der Erschließung dienen und zum Besuch einladen. Extensive Wiesenflächen am Südhang schaffen zudem neue Lebensräume für Insekten und seltene Pflanzen, außerdem ergeben sich dadurch schöne Ausblicke.

Hinter der großen Wiese auf der Schanze in Richtung Papiermühle entsteht das sogenannte "Blaue Tal". Dieser Arbeitstitel umfasst einen Abschnitt des Parks, wo Kunst und Kultur unter alten Eichen ihren Platz finden sollen. Angedacht sind dort blaue Frühjahrsblüher, die dem Bereich den Namen geben.

Oberbürgermeister Thumann weist darauf hin, dass mit der rund 5,1 Millionen Euro Investition für den Stadtpark der gesamte Grüngürtel um die Altstadt geschlossen wird. Die Freilegung des Leitgrabens im Ostbereich, der Wasserspielplatz und der Bau des Museums Lothar Fischer in der Zeit von Oberbürgermeister Alois Karl sowie dann die Umgestaltungen der Grünanlagen an der Ringstraße und am Ludwigshain in seiner Amtszeit waren wichtige Bausteine dabei.

Oberbürgermeister Thumann betont in der Bürgerinformation auch, dass es für das jetzige Vorhaben eine hohe Förderung der Regierung von bis zu 2,8 Millionen Euro geben wird. "Dies geschieht, weil die Stadt hier eine vorbildliche Planung vorgelegt hat, die nicht nur die Belange des Natur- und Umweltschutzes beachtet, sondern eben auch darauf abziele, einen Freizeit- und Lebensraum für alle Altersgruppen und Schichten in der Innenstadt zu schaffen, der eine wichtige Funktion übernehme.

Größer und schöner

"Es wird ein Park für alle", sagt Neumarkts Oberbürgermeister Thumann. Der Umweltreferent des Stadtrates, Werner Thumann, bekräftigt dies in der Bürgerinformation: "Unser Stadtpark wird größer und schöner, der Leitgraben wird renaturiert und der absolut überwiegende Anteil großer, ökologisch wertvoller Bäume wird nicht angetastet."

Zur Kritik an den vorgesehenen Baumfällungen – der Bund Naturschutz sammelt Unterschriften für ein Bürgerbegehren "Bäume erhalten – Stadtpark ökologisch gestalten" meint Oberbürgermeister Thumann, dass selbstverständlich für die Umgestaltung Eingriffe notwendig seien. Aber der Großteil der rund 380 jetzt im Stadtpark befindlichen Bäume werde gar nicht angetastet und schon gar nicht werden die großen Eichen im östlichen und nördlichen Teil von den Arbeiten berührt sein.

47 Neupflanzungen

Zudem wolle die Stadt 47 Neuanpflanzungen von Bäumen vornehmen und das gesamte Areal werde ökologisch aufgewertet.

"Ich glaube, dass der Stadtpark mit den attraktiven Wasserlandschaften, den Stufenanlagen, der Treppe und den vielen Möglichkeiten nach der Umgestaltung ein markanter Anziehungspunkt werden wird, der ähnlich wie der Landesgartenschaupark von allen geschätzt wird", so Neumarkts Oberbürgermeister Thumann in der Bürgerinformation.

  

nn/hoe

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