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Neumarkter Funker weltweit unterwegs

DARC-Ortsverband nahm am bundesweiten Aktionstag teil — Verbindungen bis zur Raumstation ISS möglich - 15.06.2017 07:39 Uhr

Sie pflegen Verbindungen in die weite Welt: Peter Frank und Josef Hackner, Vorsitzende des DARC-Ortsverbandes Neumarkt, am Funktisch. © Foto: Siegfried Mandel


Obwohl das Handy mit den Möglichkeiten, sich sprachlich über Whatsapp oder SMS weltweit austauschen zu können, das Kommunikationsmittel der heutigen Zeit ist, darf der Amateurfunk keinesfalls außer Betracht gelassen werden. Um dessen Möglichkeiten darstellen zu können, findet einmal jährlich, nämlich immer am zweiten Juniwochenende, ein bundesweiter Funkertag statt.

Daran nahm natürlich auch der DARC Ortsverband teil, der seine Funkstation DL0NM — sie befindet sich neben der Sternwarte in Höhenberg — geöffnet hatte. Der DARC sieht sich mit seinen 1040 Ortsverbänden als Brücke zur Welt und zum Nächsten. Die 35 Mitglieder des Neumarkter Ortsverbandes sind ein Teil der rund 45 000 deutschen Funkamateure, von denen viele ihren Schwerpunkt der Bemühungen auf die Kontaktaufnahme mit möglichst weiten Stationen legen, um mittels QSL Karten die Funkkontaktbestätigungen aus aller Herren Länder voller Stolz vorweisen zu können.

Auch eine Verbindung zur Raumstation ISS ist möglich. "Doch so ohne weiteres ist dies nicht machbar", erklären die Vorstände Peter Frank und Josef Hackner. Erst nach einer schriftlichen Anmeldung bei der NASA und bestimmten Regularien besteht die Möglichkeit, sich mit der Raumstation in Verbindung zu setzen. "Dabei ist ein relativ kleines Zeitfenster vorgegeben, in dem sich meist Schulklassen mit der Besatzung unterhalten können."

Wichtig ist auch der Funkdienst im Bereich der humanitären Hilfeleistung. Funkamateure schwärmten bei großen Katastrophen, wie unlängst Erdbeben und Überflutungen, aus, um Verbindungen mit Behörden aufzubauen. Dabei kommen zunächst akkubetriebene und später Notstromaggregate zum Einsatz, die es ermöglichen entsprechende Stationen aufzubauen, um eine schnelle Hilfeleistung mit zu gewährleisten. Dabei werden je nach Bedarf auf unterschiedlichsten, von der Bundesnetzagentur zugewiesenen Amateurfunkfrequenzen die Verbindungen aufgebaut. Bevor man jedoch sein eigenes Rufzeichen zugeteilt bekommt, bedarf es einer rund sechsmonatigen Ausbildung in den Bereichen Technik, Gesetzeskunde und Kommunikation. Der Ortsverband trifft sich immer am letzten Donnerstag im Monat um 20 Uhr im Gasthof Zur Au in Woffenbach.

Kontakt unter www.amateurfunk-neumarkt.de, E-Mail: dl0nm@arcor.de  

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