Mittwoch, 21.11.2018

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Pavelsbach: Unbekannte zerstören wertvolle Hecke

Hecken-Biotop unfachmännisch niedergemacht — Bund Naturschutz tritt in Aktion - 08.03.2018 09:30 Uhr

Für Umweltschützer im Landkreis ist diese „Landschaftspflege“ eine mittlere Katastrophe. Bei einer Begehung bemerkten BN-Vertreter, wie verstört Vögel auf den Kahlschlag reagieren. © Foto: Sigrid Schindler


Diese Hecke ist als sogenanntes 6d-Biotop eingetragen und hätte vielleicht einen Rückschnitt benötigt. Hier wurde allerdings nach BN-Einschätzung "äußerst unprofessionell" vorgegangen, das heißt, die Hecke wurde fast vollkommen zerstört. Auch die Schnitte an den stehen gelassenen Bäumen seien nicht fachgemäß erfolgt. Sie könnten sogar dazu führen, dass die Bäume von Pilzkrankheiten befallen werden. Mit großem Bedauern stellten die Naturschützer bei ihrer Begehung fest, dass viele Vögel völlig aufgelöst herumgeflogen sind, weil sie ihre gewohnte Brut- und Nahrungsgrundlage nicht mehr vorgefunden haben.

Wer ist der Verursacher?

Bisher sei es dem BN nicht gelungen, den Verursacher für dieses Malheur festzustellen. Allerdings scheint es sich dabei nicht um einen Einzelfall zu handeln. Immer wieder erreichen den BN Anrufe und Beschwerden von aufmerksamen Naturfreunden, die von ähnlichen rücksichtslosen Maßnahmen berichten. Auf Nachfrage bei der Unteren Naturschutzbehörde und beim Landschaftspflegeverband wurde dieser Eindruck bestätigt, obwohl es dazu ein hervorragendes Faltblatt gibt, in dem die richtige Heckenpflege ausführlich beschrieben wird.

Offenbar werden aber trotzdem Firmen tätig, die mit möglichst geringem Zeitaufwand und keinerlei Sensibilität für ökologische Zusammenhänge Gewinne erwirtschaften wollen.

Sigrid Schindler vom BN-Kreisvorstand kommentiert dieses Verhalten damit, dass manche bei dem Begriff "Öko-Modellregion Neumarkt" mehr an Ökonomie als an Ökologie denken. Immerhin wurde aufgrund der Beschwerden erreicht, dass die Hecke nachgepflanzt werden soll.

Schadensersatz gefordert

Allerdings könne dies, so Gemeinderätin Gabriele Bayer, ebenfalls im BN, nicht auf Kosten der Kommune geschehen. Hier müsse die Firma für den angerichteten Schaden in die Pflicht genommen werden. 

nn

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