Montag, 19.11.2018

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Rainer Kapfelsberger hängt sich Wasserski-Goldmedaillen um den Hals

Der Neumarkter Rainer Kapfelsberger war bei deutscher und Europa-Meisterschaft erfolgreich - 06.09.2018 12:03 Uhr

Rainer Kapfelsberger auf dem Weg zu Gold: Je eine Medaille holte er bei der deutschen und der Europa-Meisterschaft ab. © F.: Kapfelsberger


Trainingsplan und Urlaub – alles war auf diesen Höhepunkt ausgerichtet. Die deutsche Mannschaftsmeisterschaft war der erste Richtungszeig dazu: Der Sportler des Wassers Ski Club Haidweiher belegte bei seinem Heimwettkampf einen zweiten Platz.

Die Woche darauf ging es nach Mastholte bei Paderborn zur deutschen Senioren-Meisterschaft. Hier schaffte er im Vorlauf eine neue persönliche Bestleistung und konnte seinen Dauerrivalen Jochen Menzel aus Mastholte hinter sich halten.

Im Finale war Nervenstärke gefragt: Als Bester im Vorlauf konnte er die Leistungen seiner Gegner beobachten und weil Menzel vor ihm ohne Sturz durchs Ziel kam, durfte sich Kapfelsberger keinen Fehler erlauben. Es gelang: Der Neumarkter blieb ruhig und holte sich nach drei Jahren wieder die Goldmedaille im Trickski sowie die Bronzemedaille im Slalom.

Mit Selbstvertrauen am Start

Derart gestärkt ging es zur Europa-Meisterschaften nach Halle an der Saale – eine Heim-EM. Nur leider ohne den Glücksbringer, Ehefrau Doris, der in Madrid und Rom so geholfen hatte. Dennoch wurde Rainer Kapfelsberger nominiert: Er war einer von zehn deutschen Teilnehmern aus einem Kader von 16 Mann, die für das deutsche Team nominiert wurden.

Im Slalom-Einzel schaffte er Platz 18 bei 28 Startern. Er war damit zufrieden, da er wusste, dass es ihm im Slalom auf Europa-Ebene noch ein wenig an Technik fehlt.

Beim Trickski-Wettbewerb am Abend kam Pech mit dem Wetter hinzu. Wegen eines nahenden Gewitters erwog die Jury kurz, abzubrechen, zog es aber doch durch, da nur noch fünf Starter fehlten. Rainer Kapfelsberger erwischte bei seinem Lauf eine volle Windböe und konnte sein Programm nicht durchfahren. Nach Protest bei der Jury wurde doch abgebrochen und der Oberpfälzer bekam einen Wiederholungslauf. Fast eine Stunde wartete er im nassen Anzug auf den erneuten Start – und zeigte, was in ihm steckt: als Fünfter sicherte er sich einen von zehn Finalplätzen.

Am nächsten Tag konnte er nur noch um die Bronzemedaille fahren. Die beiden Erstplatzierten aus Schweden und Südafrika waren deutlich überlegen. Wegen einiger unsauberer Ausführungen reichte es am Ende dennoch nur für Platz 5 im Einzel-Wettbewerb. Die Verbesserung des Ergebnisses im Vergleich zum Vorlauf war wichtig, da die Punkte in die Mannschaftswertung flossen.

Und für das Team wurde es am Sonntag gegen Schweden im Springen noch einmal knapp. Am Ende behielten die Deutschen die Nerven und sicherten sich so die Goldmedaille im Mannschafts-Wettbewerb. Mit diesem Gesamtergebnis für Kapfelsberger hat er sich auch für die Weltmeisterschaft Anfang Dezember in Chile qualifiziert. Doch daraus wird nichts: Der Neumarkter musste bereits absagen, da er die Teilnahme nicht mit seinem Geschäft vereinbaren kann und obendrein die Trainingspause bis Dezember zu lange ist.

Nächstes Jahr, bei der Europa-Meisterschaft in Griechenland, will Rainer Kapfelsberger aber wieder angreifen. Denn dort fuhr er vor fünf Jahren seine ersten europäischen Wettbewerb. Die Erinnerungen sind schön und könnten mit der nächsten Goldmedaille dort noch schöner werden 

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