Sonntag, 18.11.2018

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Raum über dem Rittersaal wird genutzt

Parsberg: Die Sanierungsarbeiten an der Burg laufen - Kostenfrage klären - 14.07.2018 10:39 Uhr

Die Burg Parsberg ist wieder eingerüstet. Der Freistaat Bayern investiert gut eine Million Euro in die Sanierung der Zwiebeltürme sowie des Daches und der Außenfassade der Oberen Burg. © Foto: Werner Sturm


Der Stadtrat hat in diesem Zusammenhang grundsätzliches grünes Licht für den zusätzlichen Ausbau eines bisher als Lager genutzten Raumes über dem Rittersaal zu einem weiteren Veranstaltungsort gegeben.

Gerüste umschließen die beiden Zwiebeltürme des Parsberger Wahrzeichens. Ein mächtiger Baukran ragt in die Höhe. Das Dach der oberen Burg ist abgedeckt und mit einer Plane verhüllt. Nachdem der Freistaat als Eigentümer der Burganlage in den vergangenen Jahren schon Investitionen in Millionenhöhe in den Erhalt der Burg getätigt hat, ist er jetzt wieder am Zug.

Bettina Frank vom Staatlichen Bauamt Regensburg stellte dem Gremium die laufenden Maßnahmen vor. Demnach sind der aus dem beginnenden 18. Jahrhundert stammende Dachstuhl der Oberen Burg, die Zwiebeltürme und die Außenfassaden dringend sanierungsbedürftig. Es ist vorgesehen, den Dachstuhl so herzurichten, wie er im Ausgangszustand einmal war. Mit den begonnenen Maßnahmen sollen die Dächer für die nächsten Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, gesichert werden.

Laut Frank ist es das zeitliche Ziel, das Dach noch in diesem Jahr wieder zu schließen und im Frühjahr die Fassaden anzugehen. Im Zuge der geplanten Maßnahmen wird übrigens auch der Burgfried der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, ein zusätzlicher Fluchtweg wird geschaffen. Die geplanten Arbeiten sind mit den Denkmalschutzbehörden abgesprochen.

In der Oberen Burg gibt es einen eindrucksvollen Rittersaal, in dem sich Jahr für Jahr so um die 100 Paare trauen lassen. Oberhalb dieses Saals befindet sich ein Raum mit einer markanten Holzdecke, der bisher für die Unterbringung von Utensilien der Burgspiele genutzt wurde.

Freistaat beteiligt sich nicht

Eine Beleuchtung, Beheizung, Belüftung und letztendlich auch eine neue Fluchtwegsituation würden laut Bürgermeister Josef Bauer eine intensivere Nutzung dieses Raums möglich machen. Der Freistaat Bayern hat allerdings deutlich gemacht, dass rein für die Nutzung anfallende Kosten von der Stadt Parsberg zu tragen sind.

Der Bürgermeister erklärte, dass es viele Möglichkeiten gibt, diesen Raum über dem Rittersaal zu nutzen und das mit einem relativ geringen Kostenaufwand. Er schlug deshalb vor, mit den laufenden Sanierungsmaßnahmen des Freistaates die technischen Voraussetzungen für eine spätere Nutzung zu schaffen. Hierzu gehören zum Beispiel Stromanschlüsse für Heizungen und Elektroanschlüsse für Beleuchtung und Audio. Die Stadträte nahmen diesen Vorschlag einstimmig an und stimmten für den zusätzlichen Ausbau der Oberen Burg.

Wie berichtet wird der städtische Friedhof in der Lupburger Straße um eine Fläche von 600 Quadratmetern erweitert. Im Forstgartenweg wird ein neuer Eingangsbereich mit einer markanten Überdachung entstehen. 

WERNER STURM

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