|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Bei einer Lehrerfortbildung am Neumarkter Willibald-Gluck-Gymnasium haben jetzt zwei Experten für die rechtsextreme Szene jüngste Entwicklungen detailliert beschrieben und als „beängstigend“ bezeichnet. „Rechtsextremismus ist kein Phänomen, das soziale Unterschichten oder weniger begabte Menschen betrifft“, sagte einer der Gymnasiallehrer vor Kollegen.
Vielmehr seien die Rechtsradikalen dabei, von früheren Taktiken des „Bekennertums“ Abschied zu nehmen und „thematische Anknüpfungspunkte“ zu wählen, die auf den ersten Blick eine hoffähige, vermeintlich seriöse Ausstrahlung hätten, aber letztlich doch zu eindeutig rechtsextremem Gedankengut hinführten.
So würden zum Beispiel Themen wie Kindsmissbrauch, Umwelt- oder Datenschutz dazu benutzt, Sympathisanten für die Szene zu gewinnen. Manche sehr populäre Metal-Rockbands verzichteten zwar bewusst auf rechtsradikale Inhalte, um einem Verbot zu entgehen, kokettierten aber mit dem Image und der Symbolik der Neonazis.
Erkennungszeichen und Dresscode hätten sich inzwischen vom Skinhead-Milieu entfernt. Was allerdings bleibe, sei die Diffamierung von Ausländern und Andersdenkenden. Hinzu komme ein neues „cooles“ Frauenbild, mit dem sich potenzielle Anhängerinnen identifizieren sollen. Das Internet rücke immer mehr in den Mittelpunkt der rechtsradikalen Propaganda: Die intensive Vernetzung in social media wie Facebook, das Organisieren von Blitz-Demos in Form von flash mobs übers Netz, das Katz-und Maus-Spiel mit dem Nutzen von Internetservern im „rechtsfreien“ Ausland.
Derzeit informiert die Ausstellung „Demokratie stärken — Rechtsradikalismus bekämpfen“ über diese neuen Tendenzen im Freistaat. Sie ist vom Bayernforum der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung erarbeitet worden und im Willibald-Gluck-Gymnasium noch bis zum 17. Februar zu sehen — allerdings nur nach telefonischer Anmeldung (09181) 4720.

