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Reform stellt die Ringer-Ligen auf den Kopf

SC Oberölsbach wird in Bayerns höchster Klasse eingestuft — ASV war zunächst in keiner Liga zu finden - 07.07.2018 12:14 Uhr

Für die Neumarkter Ringer (rot) haben sich zwei wesentliche Änderungen für die neue Saison ergeben. © Foto: Edgar Pfrogner


Am Freitag waren auf der Internetseite des Verbands die Oberligen, Landesligen und Gruppenligen zu finden. Fertig eingeteilt, mit Kampfplan und allem Drum und Dran. Lediglich die Bayernliga, eine Staffel, lässt die Frage aufkommen: Wo ist der ASV Neumarkt beziehungsweise dessen Wettkampfgemeinschaft Neumarkt/Feucht?

Der Grund für die Verwirrung ist die neue Struktur der Ligen. In einer nicht öffentlichen Abstimmung hatten einige Oberligisten im November vergangenen Jahres den BRV-Präsidenten abgewatscht. So machten sie ihrem Ärger Luft und forderten Reformen.

Im Februar, auf der Verbandsausschusssitzung in Nürnberg, rief der BRV dann zur Abstimmung auf. Denkbar knapp gab letztendlich die höhere Stimmgewichtung der Bezirke Oberbayern, Mittelfranken und Oberfranken im direkten Vergleich zu den Bezirken Niederbayern/Oberpfalz, Inn/Chiem und Schwaben den Ausschlag zur Änderung der bayerischen Ligenlandschaft.

Aus zwei mach eins

Das Ergebnis: "Die Bayernliga und Oberliga wurden zu einer Liga umstrukturiert, genauer gesagt in eine Nord- und eine Südstaffel", erklärt BRV-Pressesprecher Stefan Günter. Aus der Landesliga Nord und Süd wurden die Bayernliga Nord und Süd; aus Gruppenoberliga Nord und Süd wurden Landesliga Nord und Süd. Hinzu kommt, dass die neue Gruppenliga in drei Staffeln startet.

Für die Ringer des ASV Neumarkt und SC Oberölsbach heißt das im Klartext: Ölsbach ist künftig in der Oberliga zu Hause, Bayerns höchster Klasse. Die zweite Mannschaft des SCO wurde ebenfalls zwangsbefördert, in die Landesliga Nord.

Die WKG Neumarkt/Feucht hatte gestern Nachmittag doch noch Gewissheit, sozusagen schwarz auf weiß: Auf der Internetseite des BRV tauchte plötzlich eine Bayernliga Nord auf. Die zweite Mannschaft der WGK Neumarkt/Feucht fängt in der Gruppenliga Nord an.

Zirndorf zog zurück

Nicht alle Vereine haben die Reform schadlos überstanden. Sowohl der TSV Zirndorf als auch der RSC Rehau zogen ihre Mannschaften zurück. "Für mich als Ligenreferentin ist jeder Rückzug erst einmal sehr bedauerlich", sagt Natascha Schäfer vom BRV. Denn beide Teams waren für die zweithöchste Liga, die Bayernliga Nord, gesetzt.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind dort mit der WKG Neumarkt/Feucht nur noch sechs statt der normalerweise acht Mannschaften dabei. "Gezwungenermaßen werden in der kommenden Saison mehr Teams aus der Gruppenliga und Landesliga aufsteigen müssen", erklärt Schäfer.

 

Oberliga Nord: AC Lichtenfels, AC Regensburg, ASV Hof, ATSV Kelheim, TSV Schonungen, SC Oberölsbach, SV Johannis Nürnberg II, TSV Burgebrach I. 1. Kampftag: aSC Oberölsbach – RSV Schonungen am 8. September.

Bayernliga Nord: WKG Bindlach/Bayreuth, SC 04 Nürnberg, TSV Weißenburg, TV Erlangen, TV Unterdürrbach, WKG Neumarkt/FeuchtI. 1. Kampftag: WKG Neumarkt/Feucht – WKG Bindblach/Bayreuth am 15. September.

Landesliga Nord: RCA Bayreuth, ASC Röthenbach, ASV Hof II, KG SÜdthüringen, RSC Rehau, SC Oberölsbach II, SV Johannis Nürnberg III, TSV Burgebrach II. 1. Kampftag: SC Oberölsbahc II – ASC Röthenbach am 8. September.

Gruppenliga Nord: AC Lichtenfels II, RC Bergsteig Amberg, SC 04 Nürnberg II, TSV Zirndorf, WKG Neumarkt/Feucht II, WKG Bindlach/Bayreuth II, TV Unterdürrbach II, AC Bavaria Forchheim. 1. Kampftag: RC Bergsteig Amberg – WKG Neumarkt/Feucht II. 

Philip Hauck Neumarkter Nachrichten E-Mail

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