Samstag, 17.11.2018

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Rennradfahrer aus Mühlhausen bewiesen Wadelkraft

Gemeinsam mit italienischen Freunden aus Isola Vicentina schaffte die Gruppe acht Pässe und 10 000 Höhenmeter - 11.08.2018 10:52 Uhr

Im europäischen Gedanken auf dem Rennrad: Eine Gruppe aus Mühlhausen und Isola Vicentina hat zahlreiche Alpenpässe erklommen. © Foto: Thomas Härtl


Dieses Jahr ging es in die Alpen, in die Grenzregion zwischen Italien und Frankreich: von Piemont in die Savoyen und wieder zurück. Startpunkt war die Kleinstadt Susa, die noch auf moderaten 500 Metern Meereshöhe liegt.

Am ersten Tag sollte schon die französische Grenze am Col du Mont Cenis auf einer Höhe von 2081 Metern überfahren werden. Bei 10 Grad Außentemperatur bekamen die Radler den ersten Schnee am Straßenrand zu sehen. Der Straßenverlauf bildet einen Teil der Grenze zwischen den Grajischen Alpen im Norden und den Cottischen Alpen im Süden. Der französische Teil der Region gehört zur äußeren Zone des Parc National de la Vanoise. Nach einer kühlen, aber in traumhafter Landschaft gelegenen Abfahrt stand die erste Übernachtung auf rund 1200 Metern auf dem Programm.

Am nächsten Tag ging es zum Col de l’Iseran, mit 2770 Metern der höchste mit dem Rennrad befahrbare Alpenpass. Nach dem Aufwärmen mit Tee und Cappuccino und einem Gipfelbild ging es über eine 41 km lange Abfahrt über den Col de la Madeleine zum Zeltplatz zurück.

Bei bestem Wetter standen noch die Pässe Col du Telegraphe und Col du Galibier mit 2642 Metern auf dem Plan, welche bis auf drei platte Hinterreifen und jede Menge Schweiß auch gut bewältigt werden konnten. Am vierten und fünften Tag sollte es nun wieder in Richtung Italien gehen. Die Gruppe radelte über den Col de Vars, der an der Grenze zwischen den Départements Hautes-Alpes und Alpes-de-Haute-Provence in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur liegt, auf einer Höhe von 2108 Metern. Mit dem Col de Larche auf einer Höhe von 1991 Metern wurde wieder italienischer Boden befahren.

Die unfallfreien Kilometer sollten nun mit einem gemeinsamen Grillfest im Städtchen Demonte gefeiert werden. Eigentlich wollten sich die Radfahrer mit einem Ruhetag von den Strapazen der letzten Tage erholen; doch schon am Vormittag war der Entschluss gefasst, die 50 000 Einwohner zählende Stadt Cuneo zu besichtigen. Da nur etwa 70 km relativ ebenes Gelände zu bewältigen war, schwangen sich alle wieder aufs Rennrad.

Am letzten Tag entdeckten die Radler auf der Landkarte einen ganz kleiner Pass mit "nur" 600 Höhenmetern. Der Pass Madonna del Colletto in der Nähe von Demonte verbindet das Valle Stura mit dem Valle Gesso. Interessant dabei ist, dass die 17. Etappe des Giro d'Italia 2005 über die Nordauffahrt des Madonna del Colletto führte.

Insgesamt haben die sportlichen Reisenden mit dem letzten Tag acht Pässe, 10 000 Höhenmeter und etwa 450 Kilometer Strecke bewältigt. Mitgefahren sind: Horst Brand, Ludwig Brand, Lukas Brand, Detlef Liedtke, Thomas Härtl, Marco Lavato, Giam Pietro Zattra, Guiseppe Marchioro, Giovanni Cavedon und in den Begleitfahrzeugen Gertrud Liedtke, Birgit Härtl und Herrmann Miehling. 

nn

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