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Für viele ist der Bayernligist SV Seligenporten der haushohe Favorit. Nicht nur weil die Wettberg-Truppe die „ranghöchste“ unter den acht Mannschaften ist. Auch die bisherigen Vorstellungen des SVS in der Hallensaison 2010/11 sind mehr als eindrucksvoll: Beim Hallencup und bei anderen, hochkarätigen Turnieren haben die „Klosterer“ noch keine einzige Partie verloren; seit den beiden 0:0-Unentschieden zum Auftakt des eigenen Hallenmasters kurz vor Weihnachten feierten sie nur noch Siege; in diesem Kalenderjahr ließen sie bei drei Auftritten gerade mal vier Törchen zu.
Trotz oder gerade wegen der vielen Vorschusslorbeeren tritt Karsten Wettberg lieber auf die Bremse. Zwar sei er bisher sehr angetan gewesen vom ehrgeizigen Auftreten seiner Spieler in der Halle, sagt der Trainer des Kreisvizemeisters von 2010. Doch die „Platzverhältnisse“ in Weißenburg kämen seinem Team nicht entgegen: „Für uns wird das ein ungewohntes Finale, weil nicht wie bei uns mit Rundumbande gespielt wird.“
Insgesamt acht Mannschaften in zwei Gruppen kämpfen um den begehrten Titel, vor allem aber auch um die Qualifikation für das Bezirksfinale am 22. Januar, in der Weinbergturnhalle in Ansbach. So ist heute Abend der zweite Platz, der auch noch zum Weiterkommen reicht, laut Wettberg das Minimalziel der „Klosterer“.
Im letzten Spiel der Gruppe A werden sie dann auf den BSC Woffenbach treffen. Zuvor bekommen es beide Teams mit dem Bezirksligisten DJK Schwabach und dem Kreisligisten SV Rasch zu tun. Die Rascher überraschten in der Vorschlussrunde, als sie dank eines 3:2-Sieges über den ASV Neumarkt ins Halbfinale einzogen, und dort den Bezirksoberligisten SC Feucht aus dem Rennen warfen.
Der BSC Woffenbach hingegen schlug im anderen Halbfinale den FC Holzheim mit 6:4. „Wir freuen uns natürlich auf diese Endrunde“, sagt der Woffenbacher Co-Trainer Peter Nigl. Auch wenn der BSC in der Endrunde nur zu den Außenseitern gezählt wird, rechnet sich die Mannschaft dennoch Chancen aus.
„Wichtig für uns ist es, dass wir diszipliniert zu Werke gehen“, so Nigl. „Unsere jungen Spieler haben sich diese Chance verdient.“ In einer Endrunde habe man immer eine Möglichkeit. „Wir haben in den vergangenen Runden stets bewiesen, dass wir mitspielen können.“
Die Zielsetzung: der Einzug ins Halbfinale. „Das wäre für uns ein großer Erfolg.“ Der BSC werde aber weder den Ligakonkurrenten DJK Schwabach, auch wenn der in akuten Abstiegsnöten ist, unterschätzen noch den krassen Außenseiter aus dem Nürnberger Land.
Die Gruppeneinteilung:
Gruppe A: SV Seligenporten, BSC Woffenbach, DJK Schwabach, SV Rasch. Gruppe B: TSV Kornburg, TV Hilpoltstein, TV Dittenheim, TSG Solnhofen.
Die Spiele der Gruppe A: 18 Uhr: Seligenporten – Schwabach, 18.18 Uhr: Woffenbach – Rasch, 19.12 Uhr: Rasch – Seligenporten, 19.30 Uhr: Schwabach – Seligenporten, 20.24 Uhr: Schwabach – Rasch, 20.42 Uhr: Seligenporten – Woffenbach.
Halbfinale ab 22 Uhr: Sieger Gruppe A gegen Zweiter Gruppe B, Zweiter Gruppe A gegen Erster Gruppe B.
Finale: um 23 Uhr.
Die beiden Finalisten sind für die Bezirksmeisterschaft am 22. Januar in Ansbach qualifiziert.

