Donnerstag, 18.10.2018

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"So schön war Lupburg noch nie"

Füracker bei Festakt für Sanierung der Burgmauer und neu gestaltetem Vorplatz - 16.07.2018 16:17 Uhr

Vor dem neuen Brunnen auf der Burg Lupburg versammelten sich die Ehrengäste zu einem Erinnerungsfoto. Leibhaftig gesellten sich Obermarktgraf, den Hofnarr und Flecklmann dazu. © Foto: Werner Sturm


Die Lupburger haben sich mit dem Burgvorplatz einen idyllischen Ort geschaffen. Platz und Zufahrt im Torbogen wurden mit Granit-Pflaster befestigt, ein Wappen des Marktes eingelassen. Zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität des neugestalteten Burgvorplatzes wurde eine rund 60 Zentimeter hohe Plattform mit einer Fläche von drei mal sieben Metern geschaffen und mit gemütlichen Sitzgelegenheiten zum Verweilen ausgestattet: Hier hat man einen tollen Blick in die Landschaft.

An der 8,50 Meter hohen und 50 Meter langen Burgmauer selbst wurde in fünf Bauabschnitten die Standsicherheit wieder hergestellt, indem ein Edelstahlanker zur Stabilisierung und an den schadhaften Mauerteilen wasserdurchlässiger Einkornbeton eingebaut wurde, um in Zukunft Frostschäden zu vermeiden.

Das Sahnehäubchen ist der in Bronze gegossene Brunnen, vom Künstler Max Plank speziell auf Lupburg zugeschnitten. Er zeigt in Anlehnung an die Maschkerer-Tradition den Obermarktgrafen, den Hofnarren und den Flecklmann. Rund 417 000 Euro hat das Gesamtpaket gekostet. 317 000 Euro davon konnten durch Zuschüsse abgedeckt werden. Die 25 000 Euro für den Brunnen wurden komplett gespendet, so dass die Gemeinde unter dem Strich 75 000 Euro zahlte.

Es war ein Festtag für Lupburg. Vor dem plätschernden Brunnen versammelten sich die Ehrengäste zu einem Erinnerungsfoto. Leibhaftig gesellten sich Obermarktgraf, der Hofnarr und Flecklmann dazu. Beim Festakt im Burgsaal erteilten Pfarrer Christian Rakete und sein evangelischer Amtsbruder Richard Urschel den kirchlichen Segen. Die Gäste trugen sich in das Goldene Buch ein. Die Lupburger Blasmusik unter Leitung von Veronika Fischer umrahmte das Geschehen musikalisch.

Denkmal und Verwendung

Bürgermeister Manfred Hauser bedankte sich bei allen Förderern, Firmen und freiwilligen Helfen für ihr Mitwirken und sagte: "Mit der gelungenen Restaurierung haben wir ein Stück der Geschichte unserer Gemeinde zurückgewonnen, die bis ins Jahr 960 zurückreicht." Die Sanierung der Burg schaffe einen harmonischen Zweiklang zwischen Denkmal und Verwendung. Nun sei mitten im Herzen des Ortes ein neuer Treffpunkt und Ruheort für die Bürger entstanden. der sich sehen lassen könne. Der Burgbrunnen belebe den Rathausvorplatz, lenke die Blicke auf sich.

Auch Bayerns oberster Denkmalpfleger, Mathias Pfeil, fand Worte der Anerkennung: "Die Burg ist nicht nur ein Gebäude, sondern eine Geisteshaltung. Was hier mit großer Leidenschaft und Anstrengung seit dem Jahr 2006 geschaffen wurde, ist mehr als gelungen."

"Lupburg existiert seit dem Jahr 960 – und so schön war es noch nie", resümierte Staatsminister Albert Füracker. Die Sanierung der Burg sei nur dadurch möglich geworden, dass die Lupburger es wollten und dahinterstanden. "Der Markt hat allen Grund, auf das Engagement seiner Bürger stolz zu sein."

"Hier lebt man Geschichte"

Landrat Willibald Gailler, sozusagen der Hausherr der Burg, gratulierte mit den Worten: "In Lupburg lebt man Geschichte, es ist beeindruckend, was hier geschehen ist. Mit der Sanierung der Burg wurde hier ein Stück Zukunftsgeschichte geschrieben."

Anton Landgraf von den Amberger ALS-Ingenieuren erläuterte die erforderlichen Arbeiten für die Sanierung der Burgmauer und sagte: "Die Mauer wäre wahrscheinlich in absehbarer Zeit zumindest teilweise eingestürzt. Es war schon fünf Minuten vor Zwölf."

Hans-Peter Schmucker, der stellvertretende Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung, erinnerte daran, dass in Anbetracht der Dringlichkeit von dem Amt im Jahr 2015 spontan sofortige Hilfe zugesagt wurde. Es seien Fördergelder in Höhe von 177 000 Euro Aussicht gestellt worden. Schmucker weiter: "Lubpurg hat sich seinen Charme als attraktiver Ort zum Leben, Wohnen und Arbeiten bewahrt, den es sich im Zuge der Dorferneuerung in den Jahren 1987 bis 2011 erworben hat. 

VON WERNER STURM

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