Donnerstag, 15.11.2018

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Stadtwerke Neumarkt kaufen zwei Windräder

Neumarkter Energieversorger stärkt Unabhängigkeit — Strommenge für 3000 Haushalte - 28.07.2018 14:08 Uhr

Die Stadtwerke Neumarkt haben diese beiden Windkraftanlagen bei Mallerstetten gekauft. © Max Bögl Wind AG


Die Windräder stehen in Mallerstetten (Gemeinde Dietfurt) und wurden von der Max Bögl Wind AG projektiert, gebaut und im Jahr 2016 in Betrieb genommen. Mit der produzierten Strommenge können jährlich rund 3000 Haushalte versorgt werden; Neumarkt hat insgesamt rund 20 000 Haushalte.

"Die Windkrafterzeugungsanlagen passen sehr gut in unsere Strategie und sie entsprechen den politischen Vorgaben zur Umsetzung der Energiewende. Wir erhalten auf diese Weise grünen Strom, direkt aus der Heimat", erläuterte SWN-Geschäftsführer Dominique Kinzkofer. "Das ist deshalb von Vorteil, weil wir keinen Strom aus anderen Teilen der Republik zu uns heransportieren müssen. Damit tragen wir zur Vermeidung der vieldiskutierten Überlandstromtrassen bei."

Nieder bis mittel

Die Windkraftanlagen des Herstellers Nordex haben je eine Leistung von 2,4 MW und einen Rotordurchmesser von 117 Meter. Die auf 141 Meter Nabenhöhe errichteten Max Bögl Hybridtürme wurden speziell für Standorte mit niedrigen bis mittleren Windgeschwindigkeiten entwickelt.

Die Anlagen ergänzen die Stromversorgungsstrategie der Stadtwerke Neumarkt. "Wir haben uns in den vergangenen Jahren unter anderem auf dezentrale Erzeugung konzentriert", so Kinzkofer weiter. "Das heißt, wir haben Blockheizkraftwerke in der Nähe von Wohnbereichen gebaut."

Die BHKW laufen mit Erdgas und produzieren Wärme und Strom gleichzeitig. "Die Windkraftanlagen ergänzen unser Portfolio mit preisgünstig produziertem Strom aus der Heimat."

Der Kauf weiterer Windkraftanlagen durch die Stadtwerke Neumarkt ist laut Kinzkofer nicht ausgeschlossen. Der Bau eigener Anlagen sei hingegen nicht geplant, auch nicht am Standort Mallerstetten. "Das Projekt hat ein halbes Jahr Zeit in Anspruch genommen, weil wir rechtlich und wirtschaftlich alles gründlich durchleuchten wollten. Heute können wir sagen: Passt alles, rechnet sich und ist unterm Strich gut für die Menschen in Neumarkt."  

nn

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