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Probleme in der Schule und mit den Eltern, Liebeskummer, Fragen zur Sexualität, Mobbing, Streit und Existenzängste: Das sind typische Themen im Leben von Jugendlichen. Und diese Dinge beschäftigen auch die jungen Heranwachsenden in Postbauer-Heng und Pyrbaum.
Deswegen gibt es in den beiden Gemeinden seit fünf Monaten zwei Streetworker: Maike Wittenburg und Nils Hüttinger. Sie kümmern sich um die Probleme der Jugendlichen, hören ihnen zu und versuchen zu helfen. Die beiden Sozialpädagogen haben einen Jugendtreff in Postbauer-Heng eröffnet. Ein Platz, an dem die Jugendlichen Zeit miteinander verbringen und einfach unter sich sein können.
Maike Wittenburg und Nils Hüttinger sind immer dabei. Aber weniger als Aufpasser, sondern mehr als Freunde. Denn den Streetworkern ist es wichtig, Zeit mit den Jugendlichen zu verbringen. Erst dann würden sie erzählen. „was los ist“, meinten die beiden im Gespräch mit den Neumarkter Nachrichten.
Sie richten sich nach den Wünschen der jungen Erwachsenen, haben aber auch ihre eigenen Ideen. So bietet die 31-jährige Maike Wittenburg jeden Samstag einen Tanzkurs an, der von den Jugendlichen begeistert angenommen wird. In Zukunft wollen die beiden Streetworker noch ein Ferienprogramm und verschiedene Workshops anbieten.
Aber nicht nur das gehört zu ihrem Job, sondern auch mobile Jugendarbeit. Die zwei Streetworker, die gerade den weiterführenden Studiengang für Soziale Arbeit machen, suchen den Kontakt zu Jugendlichen, die sich auf öffentlichen Plätzen treffen. Da Streetwork ein Beratungsansatz auf freiwilliger Basis ist, sei es wichtig, Vertrauen aufzubauen und einen Zugang zu den Jugendlichen zu bekommen. Denn erst dann würden sie als Ansprechpersonen angenommen werden, erklärten Wittenburg und Hüttinger. Und bis jetzt sei alles recht positiv verlaufen. Die Jugendlichen seien glücklich, dass sich jemand um sie kümmert und sie als Erwachsene ernst nimmt. Sie freuen sich über die Hilfe, denn oft fehle der Rückhalt von zu Hause.
So wollen der 32-Jährige und die 31-Jährige mit ihren Erfahrungen in allen Lebenslagen helfen. Denn viele Jugendliche werden von Existenznöten geplagt. So konnten sie schon mehreren bei der Stellensuche für einen Ausbildungsplatz behilflich sein.
Bei ihrer Arbeit meinten Maike und Nils, komme ihnen immer ihre offene Haltung zugute. Sie könnten gut mit Menschen umgehen und sich in ihre Situationen hineinversetzen. Auch wenn sie sich nicht immer einig seien, fänden sie stets eine Lösung, die meistens ideal für die Jugendlichen sei. Also das perfekte Team.

