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Die Ölbergandachten in der Franziskanerkirche, die 2005 mit dem Kulturpreis des Bezirkstages der Oberpfalz ausgezeichnet wurden, haben eine über 330-jährige Tradition und wurden hier 1680 eingeführt. Als Vorläufer dieser Andacht kann „die Angst“ gesehen werden, ebenfalls eine Andacht, die früher zur Erinnerung an das Leiden und Sterben Jesu ebenfalls an den Donnerstagen der Fastenzeit in der Stadtpfarrkirche gehalten wurde.
Aus der Chronik geht hervor, dass es diese schon 1486 gegeben hat. Damit haben die Angst- beziehungsweise Ölbergandachten eine fast 530-jährige Geschichte.
Die Andachten laufen auch heuer in gewohnter Weise ab und finden jeden Donnerstag während der Fastenzeit statt. Beginn ist jeweils um 13 Uhr mit dem gemeinsamen Rosenkranzgebet. Um 13.30 Uhr beginnt die Fastenpredigt und um 14 Uhr folgt das bekannte Ölbergspiel, mit Szenen vom Leiden Jesu am Ölberg.
Die Termine der Ölbergandachten sind: 23. Februar mit Domkapitular Monsignore Rainer Brummer, Eichstätt;
1. März mit Pater Werner Labus Kapuziner aus Altötting, der aus Beilngries stammt; 8. März mit Domkapitular Dekan Alois Ehrl, Schwabach, gebürtig aus Breitenbrunn; 15. März mit Pater Christoph Kreitmeir, Franziskaner aus Vierzehnheiligen, ein gebürtiger Eichstätter, sein Vater war Jahrzehnte Chefredakteur der Kirchenzeitung, sein Bruder ist in SriLanka und leitet dort verschiedene Kinderprojekte; 22. März mit Pater Robert Jauch, Franziskaner aus Düsseldorf und Cousin von Fernsehmoderator Günter Jauch; 29. März mit Pfarrer Josef Schemmerer aus Gosseltshausen bei Wolnzach, der das Ölbergspiel schon aus seiner Kinderzeit kennt, da er immer wieder bei Verwandten in der Nähe von Dietfurt zu Besuch war.
Der Besuch des Ölbergspiels ist erfahrungsgemäß ein beliebtes Ausflugsziel für Gruppen, zum Beispiel Seniorenclubs, Frauenkreise, Erstkommunikanten oder Firmlingen. Die Arbeitsgruppe Dietfurter Ölbergandacht bittet diese, sich vorab mit dem Kloster in Dietfurt, (08464) 6520 in Verbindung zu setzen.

