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Mittwoch, 21.11.2018

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Thannhausen: Deutz-Treffen lockte Fans von weit her

Viele Raritäten beim Oldtimer-Treffen zu bewundern - 18.06.2018 16:24 Uhr

Die zahlreichen Expomate begeisterten die Besucher des Deutz-Treffens in Thannhausen. Der älteste Traktor war Baujahr 1935. Am Eingang des Festgeländes standen erstmals drei reich geschmückte Festwagen, die von Deutz-Oldtimern gezogen wurden. © Fotos: Anne Schöll


Diesmal waren es drei von Deutz-Oldtimern gezogene Festwagen. Reich geschmückt mit Blumen und beladen mit historischem Arbeitsgerät oder dekoriert zum Thema Deutz, empfingen sie die Besucher am Eingang des Festgeländes.

Ein paar Meter weiter reihten sich um die 300 Deutz-Exponate auf dem Thannhausener Sportplatz aneinander, angefangen von dem ältesten Traktormodell aus dem Jahr 1935, mit dem Besitzer Volker Kämpfe aus Possendorf bei Weimar angereist war. Das Modell stammt noch aus der Ära, als der Hersteller seinen Fahrzeugen eine Wasserkühlung eingebaut hat, die nach dem Krieg von der noch immer aktuellen Luftkühlung abgelöst worden ist.

Keine Fahrerlaubnis

Dazu gesellten sich weitere grüne Oldtimerbulldogs aus allen Deutz-Herstellungsserien, bunte Deutz-Magirus-Lastwagen, Standmotoren, ferngesteuerte Deutzmodelle und die Kindertrettraktoren, die die Firma Band aus Beilngries Mitte des vorigen Jahrhunderts vertrieben hat.

Ein Hingucker war das selbstgebaute Motorrad eines Schraubers, dem dieser einen Deutz-Standmotor als Antrieb verpasst hat. Es ist zwar fahrtüchtig, darf aber nicht auf den deutschen Straßen umherdüsen, weil der TÜV ihm die Fahrerlaubnis verweigert.

Stolz ist Johannes Brandl von den Thannhausener Deutzfreunden auch, dass er drei Händler, die original Deutzteile verkaufen, bewegen konnte, in die Oberpfalz zu kommen. Einer von ihnen reiste mit seinem Lkw sogar aus den Niederlanden an.

Bilderstrecke zum Thema

Das Deutz-Treffen in Thannhausen

Beim jährlichen Deutz-Treffen in Thannhausen kamen Oldtimer-Liebhaber aus Nah und Fern zusammen.


Wieder mit dabei war der Deutz-Willi, der bereits am Freitag angekommen war mit seinem Traktor und dem reichverzierten Wohnanhänger. 600 Kilometer ist er mit seinem Gespann von Lauenförde in die Oberpfalz getuckert.

Wo überall sich Deutz-Anhänger aufhalten, zeigte in Thannhausen die überaus vielfältige Riege der Nummernschilder an den Fahrzeugen. Ob aus dem hohen Norden oder den Nachbarländern Belgien, Schweiz, Luxemburg oder Tschechien: Einen echten Deutzer schrecken Reisekilometer nicht ab, wenn es um sein Lieblingsthema geht.

Es gibt auch Sammler, die weder Kosten noch Mühen scheuen, wenn es darum geht, ihre Lieblinge zu präsentieren, wie eine Familie aus Straubing, die mit acht großen Deutz-Oldtimern und sieben Deutz-Kindertrettraktoren in Thannhausen mit von der Partie war.

Großer Deutz-Corso durch Thannhausen

Bereits im Vorfeld haben die Thannhausener kleine Deutztraktoren in einer Behindertenwerkstatt im Schwarzwald anfertigen lassen, die sie allen Ausstellern als kleine Erinnerungsgabe in die Hand drückten. Ein anderer Höhepunkt war der große Deutz-Corso durch Thannhausen nach Freystadt, über den Marktplatz und auf einem anderen Weg zurück zum Ausstellungsgelände. Gespannte und neugierige Zuschauer am Straßenrand waren begeistert, winkten und beklatschen die Gefährte.

Polizeichef a.D. Helmut Lukas ließ es sich nicht nehmen, den bunten, ratternden und knatternden Zug mit einem echten Polizeimotorrad anzuführen. Als Traktorlenker betätigte sich auch Bürgermeister Alexander Dorr, bei dem seine Stellvertreterin Roswitha Schick und Landrat Willibald Gailler aufsitzen durften. 

ANNE SCHÖLL

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