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Rund drei Stunden nahm sich der Minister Zeit und machte sich zusammen mit MdL Albert Füracker (CSU) ein Bild von der Lage auf dem Truppenübungsplatz und in Hohenfels.
Dabei traf er sich mit den Bürgermeistern der Übungsplatz-Randgemeinden, mit Landrat Albert Löhner (CSU) und den Vertretern der Arbeitnehmer im Übungsplatz zu einem Austausch. An dem nahmen auch der Kommandeur des Joint Multinational Readiness Center (JMRC) Hohenfels, Oberst Jeffrey Martindale, sowie der Kommandeur des Joint Multinational Training Command (JMTC) Grafenwöhr, Oberst Bryan L. Rudacille, teil.
Bei einer Pressekonferenz im Gasthaus Taverne diktierte Minister Kreuzer den zahlreichen Medienvertretern in ihre Notizblöcke: „Die Staatsregierung steht zu den Übungsplätzen in Grafenwöhr und Hohenfels. Beide Übungsplätze werden zahlenmäßig erhalten, und das ist für Ostbayern aus meiner Sicht eine gute Nachricht.“
Wie der Minister sagte, sind in Vilseck 4400 US-Soldaten fest stationiert, in Grafenwöhr 3500 und in Hohenfels 1500. Auch wenn aus dem Pentagon noch keine offiziellen Aussagen vorlägen, so gehe er doch davon aus, dass sich die Anzahl der Soldaten nicht verändern werde, eher die Zusammensetzung der Einheiten.
In Hohenfels sei die Lage jedenfalls so, dass die fest stationierten Soldaten für die Aufrechterhaltung des Übungsbetriebes und des Truppenübungsplatzes im Allgemeinen unentbehrlich seien. Außerdem könne man davon ausgehen, dass sich die Anzahl der Übungen der US-Armee nicht verringern werde.
In Grafenwöhr gibt es derzeit 1800 deutsche Zivilbeschäftigte, in Vilseck 860 und in Hohenfels 685. Dazu der Minister: „Wir setzen uns ganz bewusst und massiv dafür ein, dass die Zahl der Zivilbeschäftigten in Hohenfels und in den anderen Standorten erhalten bleibt. Diese Beschäftigten sind ein wichtiger Faktor in der ganzen Region.“
Die Akzeptanz eines Übungsplatzes in der Bevölkerung hänge auch davon ab, was er für die Region bedeute, und dazu gehörten auch die Arbeitsplätze, so der Leiter der Staatskanzlei. Das habe man den Amerikanern deutlich gesagt und sei dabei auf Verständnis gestoßen. „Wir sind sehr froh, dass die Amerikaner in dieser Stärke in Grafenwöhr und Hohenfels bleiben“, so Minister Kreuzer, der die Wichtigkeit der US-Armee als Arbeitgeber so verdeutlichte: „In Bayern gibt es 5300 deutsche Mitarbeiter, und damit stehen die amerikanischen Streitkräfte an 15. Stelle bei der Größe der Arbeitgeber.“
Landrat Löhner erinnerte daran, dass der Übungsplatz Hohenfels in seiner heutigen Form erst vor 60 Jahren entstanden ist. Er sagte zum Minister: „Was damals mit viel Emotionen geschaffen wurde, darf man heute nicht aufgeben.“ MdL Füracker sagte: „Die Gemeinde Hohenfels war und ist über Jahrzehnte hinweg durch den Truppenübungsplatz in der Entwicklung ihrer Infrastruktur erheblich eingeengt.“ Deshalb wäre es für den Markt ein doppelt so großer Schlag, sollte der Platz aufgelöst werden. Zum Schluss betonte Minister Kreuzer: „Wir setzen uns für den dauerhaften Erhalt der Standorte Hohenfels und Grafenwöhr sowie für den Erhalt der zivilen Arbeitsplätze mit aller Kraft ein und es sieht gut aus.“ Auf Nachfrage räumte der Minister aber auch ein: „Aber ich kann ihnen heute nicht sagen, was die Amerikaner in der Zukunft entscheiden.“

