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Umgehung Mühlhausen: Brücken- und Erdbauarbeiten in vollem Gange

32 000 Lkw-Ladungen füllen den Damm auf — Bögl erhielt Auftrag - 10.08.2017 10:42 Uhr

Am Brückenbauwerk an der B299 nördlich von Mühlhausen trafen sich Vertreter aus Politik, der Baufirmen und des Staatlichen Bauamts, um sich über die angelaufenen Bauarbeiten der Umgehungsstraße zu informieren. © Foto: Anton Karg


Davon machten sich unter anderem Staatssekretär Albert Füracker, MdB Alois Karl, Bürgermeister Martin Hundsdorfer, die stellvertretende Bürgermeisterin Gerlinde Delacroix aus Berching und Johann Bögl, stellvertretend für alle am Bau beteiligten Mitarbeiter von Behörden und Firmen, ein Bild. Vom Straßenbauamt waren aus Regensburg neben Alexander Bonfig Josef Gilch, der Abteilungsleiter Straßenbau für den Landkreis Neumarkt, Michael Breu, der Abteilungsleiter Brückenbau, und Projektleiter Jürgen Dollhopf angereist.

Füracker hegte den Wunsch, dass es mit den Bauarbeiten weiterhin zügig vorangehen möge. "Die Menschen hier wollen die Umgehungsstraße." Er erinnerte, dass täglich bis zu 11 000 Fahrzeuge mitten durch Mühlhausen fahren. "Eine große Belastung", wie der Politiker feststellte.

Landrat Willibald Gailler drückte seine Freude aus, dass nach langer Vorbereitungszeit "diese große Infrastrukturmaßnahme" zügig umgesetzt werde. Er dankte allen am Projekt beteiligten Ämtern, Behörden und bauausführenden Firmen beziehungsweise deren Beschäftigten. Und auch Alois Karl drückte seine Genugtuung darüber aus, dass er in Berlin mitwirken konnte, dass die Genehmigung seitens des Bundesministeriums flott über die Bühne gegangen ist.

Bürgermeister Martin Hundsdorfer blieb nur noch übrig festzustellen, dass bei dem Bau der Bundesstraße ausschließlich Profis am Werk seien. Die Belastung für die Bürger in Mühlhausen sei gering. Schließlich sprach Johann Bögl noch für die Firma und in seiner Eigenschaft als stellvertretender Vorsitzender des Bauindustrieverbands: Bayern sei im Vergleich zu den anderen Bundesländern weit vorne in Bezug auf den Ausbau der Infrastruktur. Für den Schwerlastverkehr, besonders für Bögl, sei die Umgehungsstraße von besonderer Bedeutung.

"Nachdem in den letzten Wochen das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur die Zustimmung für die Vergabe des Erd- und Oberbauloses erteilt hatte, sind nunmehr neben den Brückenbauten auch die Erdbauarbeiten voll angelaufen", erläuterte Bonfig. Den Auftrag für die Erd- und Oberbauarbeiten der 5,4 Kilometer langen Baustrecke erhielt im Juli dieses Jahres die Bietergemeinschaft Bögl aus Sengenthal sowie Pusch Bau aus Kinding. Die Erdarbeiten sind zügig gestartet und konzentrieren sich zurzeit auf den nördlichen und südlichen Teil der Ortsumgehung sowie auf die Anbindung der Kreisstraße NM 19 zur Lände Bachhausen am Main-Donau-Kanal.

Baustraße wird angelegt

In den nächsten Tagen soll auch der Erdbau im mittleren Abschnitt der Baustrecke zusammen mit dem Anschlussbauwerk Mühlhausen-Mitte begonnen werden. Wie berichtet wurde, sind rund 700 000 Kubikmeter Boden zu bewegen. Rund 400 000 Kubikmeter Material für die Dammschüttung müssen herangekarrt werden, was rund 32 000 Lkw-Ladungen entspricht. Eng aneinandergereiht würde das rein rechnerisch einer Lkw-Kolonne von rund 60 Kilometern entsprechen.

Deshalb ist auch geplant, eine eigene Baustraße für die Baufahrzeuge anzulegen. Dadurch soll der Baustellenverkehr für die Schüttmassen aus dem Raum Beilngries weitgehend von der Ortschaft Mühlhausen ferngehalten werden.

Die Brückenbaumaßnahmen verlaufen planmäßig. Fünf Brücken sind im Bau, zwei weitere folgen in Kürze. "Ziel ist es, die komplette Maßnahme der Ortsumgehung zusammen mit der Anbindung der Kreisstraße NM 19 des Landkreises spätestens im Jahr 2020 fertigzustellen", betonte Bonfig, der zugleich durchblicken ließ, dass der Verkehr schon vorher rollen wird. 

VON ANTON KARG

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