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Die insgesamt sechs Andachten an den Donnerstagen in der Fastenzeit beginnen um 13.45 Uhr mit dem Sammelrosenkranz und der Beichtgelegenheit. Anschließend erfolgen gegen 14.15 Uhr die Predigten.
Am Donnerstag, 23. Februar, wird der emeritierte Bischof Walter Mixa auf der Kanzel stehen. An den folgenden Donnerstagen kommen Abt Beda Maria Sonnenberg aus Plankstetten, Johann Limbacher aus Eichstätt, Abt Thomas Maria Freihart aus Weltenburg, der emeritierte Abt Makarios Hebler aus Seubersdorf und Abt Markus Eller aus Scheyern nach Berching. Motto der Reihe: „Im Kreuz ist Heil, Hoffnung und Leben.“
Nach der Predigt folgt das Ölbergspiel mit Berchinger Laiendarstellern, mit dem Berchinger Erhard Stadler und dem Rudertshofener Volksschullehrer Hans Dengler als leidender Christus. Eine eucharistische Andacht mit Segen beschließt jedes Ölbergspiel. Die Andachten begleitet Orgelmusik, gespielt auf der renovierten Bittner-Orgel.
In der Geschichte der Berchinger Ölbergandachten ist zu lesen, dass bereits 1516 der Vikar von St. Lorenz zu Nürnberg, Leonhard Griessel, angeblich für die St. Lorenzkirche zu Berching eine „Angstandacht“ stiftete. Selbst mehrere Verbote im Laufe der Jahrzehnte, Heilsgeschehnisse szenisch darzustellen, konnten die fest eingewurzelte Volksfrömmigkeit und die Beliebtheit von Passionsspielen das Berchinger Ölbergspiel nicht beenden. Ab dem Jahre 1854 wurden die Spiele in der Berchinger Franziskanerklosterkirche eingeführt, teilweise nur als Andacht, teilweise als Spiel mit Engelsfigur, jedoch ohne lebende Darsteller.
Ab 1929 wurden im damaligen Franziskanerkloster Berching auf vielfachem Wunsch der Bevölkerung die Ölbergspiele neu mit lebenden Darstellern in Szene gesetzt. Laut Überlieferung gab es damals bereits zwei bis drei Stunden vor Beginn der Andacht keine freien Plätze mehr in der Berchinger Klosterkirche. Im Jahre 1967 fanden die vorerst letzten Ölbergspiele im ehemaligen Franziskanerkloster statt.
Im Jahre 1982 kehrten die beliebten Ölbergspiele an den Ort zurück, wo sie vor nunmehr 494 Jahren ihren Anfang genommen hatten: in die altehrwürdige Pfarrkirche St. Lorenz, deren Grundmauerreste aus der Entstehungszeit Berchings (883) stammen.

