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Nein, sagt das Parsberger Stadtoberhaupt, das hat „bestimmt nicht oberste Priorität für uns“. Josef Bauer erkennt einen „gewissen Charme“ in der Wiedereinführung des PAR-Kennzeichens, denn das Bekenntnis zur Burgstadt könnte außerhalb einen kleinen Werbeeffekt haben. Für die kommunalen Dienstfahrzeuge gelte das nicht, denn die bleiben überwiegend im Stadtgebiet.
Selbst wenn das neue alte Kürzel für die Stadtautos ohne großen Verwaltungsaufwand zu bekommen wäre, würde sich Josef Bauer erst einmal mit Stadträten und Bürgern über das Für und Wider unterhalten wollen. Im Übrigen: „Wir Parsberger fühlen uns im Landkreis Neumarkt wohl und akzeptiert.“ Privatleuten rät Bauer weder zum Umstieg, noch will er sie davon abhalten. Und einen Parsberger Ansturm auf die Zulassungsstelle im Landratsamt erwartet er schon gar nicht.
Deren Chef, Christian Mader, hält professionelle Distanz zu den Altlandkreis-Schildern: „Wie es kommt, werden wir das vollziehen“, beteuert er. Momentan weiß er noch nichts über das Verfahren, sondern plagt sich erst einmal mit dem neuen Wechselkennzeichen herum. Das mit den früheren Kürzeln angeblich verbundene Bekenntnis zur Heimat sieht Mader mit zwiespältigen Gefühlen: Die identitätsstiftende Wirkung könnte sich ja auch auf das 1972 geschaffene Landkreisgebilde beziehen. Der damalige Zwist um die Gebietsreform lässt ihn kalt: „Wissen Sie, das war a bisserl vor meiner Zeit.“ Und gibt sich als Angehöriger des Geburtsjahrgangs 1973 zu erkennen.
Wenig Begeisterung hört man beim Bürgermeister von Berching heraus, wo bis vor 40 Jahren das BEI für Beilngries dominierte. Ludwig Eisenreich glaubt nicht, dass ein Berchinger sich danach zurück sehnt, denn den alten Landkreis gibt es nicht mehr und die namengebende Stadt Beilngries gehört inzwischen zum Landkreis Eichstätt und ist damit Oberbayern. Wie sein Parsberger Kollege Bauer sieht Eisenreich überhaupt keinen Grund zur Distanzierung von NM.
Die Kreisgebietsreform von 1972 hatte noch mehr Ergebnisse, die zu unerwarteter Vielfalt bei den Kfz-Kennzeichen führen könnten: Kastl wurde seinerzeit nach Amberg-Sulzbach umgegliedert, die Dietfurter kamen vom nicht mehr existenten Landkreis Riedenburg und erinnern sich nur noch dunkel an RID.
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