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Denn: Schon beim Urlaub im Süden Europas erfordert die Wasserversorgung eine Umstellung von den Gästen aus Deutschland. So sei in einigen Ländern das Leitungswasser nicht genießbar und man müsse auf Trinkwasser in Flaschen zurückgreifen. Oder es gibt ab einer bestimmten Uhrzeit kein Brauchwasser mehr.
Schlimmer sei die Situation in den Schwellen- und Entwicklungsländern der Erde. Die Gründe für die Wasserknappheit sind vielseitig. Seien es die Folgen der Landwirtschaft, die viel Wasser verschlingt, der Klimawandel, der immer mehr Landstriche in Wüsten verwandelt, oder der Zuwachs der Weltbevölkerung.
Dies werde in den nächsten Jahren eine große Herausforderung sein, so Huber: „Wenn alle Menschen auf der Erde nach unserem Lebensstil leben möchten, dann wird das schwierig für die Welt.“
Ein wichtiger Faktor, um die Auswirkungen des Wasserverbrauchs zu beziffern, ist das sogenannte virtuelle Wasser. Damit wird der Wasserverbrauch eines Endprodukts angegeben: So benötigt die Baumwolle, aus der ein T-Shirt produziert wird, 2700 Liter Wasser, um zu wachsen. Eine Tafel Schokolade schlägt mit 2400 Litern zu Buch, genauso wie ein Fast-Food-Hamburger.
Der Wasserbedarf werde weltweit weiterhin ansteigen. Und er werde auch geopolitische Folgen haben, erklärt Huber: Wasser sei eine wertvolle Ressource, um die zum Teil heute schon gekämpft wird. Menschen, die keinen Zugang zu Trinkwasser haben, werden zum Wasser gehen – auch das führt zur Bildung von Großstädten mit mehr als zehn Millionen Einwohnern, die auch versorgt werden müssen.
Effektive Lösungen für diese Probleme gebe es wenige. Hans Georg Huber hat vor allem Ideen mitgebracht, was sich mit Produkten seiner Firma realisieren lassen könnte. So könne man leicht verschmutztes Abwasser für die Toilettenspülung oder zum Kühlen wiederverwenden. Ebenfalls könne man aus dem Abwasser wieder Rohstoffe gewinnen, die als Dünger benutzt werden können.
Diese Projekte benötigen neben Geld auch ein Umdenken in der Politik und in der Bevölkerung, nicht nur in Entwicklungsländern, sondern auch bei uns. Wenn wir unseren Lebensstil sparsamer gestalten, können wir auch so als Muster für Entwicklungsländer dienen, so der Gedanke von Huber.

