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Wo Eppelein einsaß

Denkmal-Tag: Burgthanner Burg schließt ihr Verlies auf - 09.09.2012 07:00 Uhr

POSTBAUER-HENG/BURGTHANN  - Am „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 9. September, wird auf der Burgthanner Burg der Kerker geöffnet, in der anno 1381 der Raubritter Eppelein von Gailingen und seine Spießgesellen auf ihre Hinrichtung in Neumarkt warteten.

Hinter dieser Tür schmachtete der Raubritter im Kerker der Burg Thann.
Hinter dieser Tür schmachtete der Raubritter im Kerker der Burg Thann.
Foto: oh
Hinter dieser Tür schmachtete der Raubritter im Kerker der Burg Thann.
Hinter dieser Tür schmachtete der Raubritter im Kerker der Burg Thann.
Foto: oh

Wie schon in den vergangenen Jahren beteiligt sich die Fördergemeinschaft Burg Burgthann e.V. auch diesmal wieder am „Tag des offenen Denkmals“. Das Heimatmuseum sowie die Handwerkerstuben sind am Sonntag von 13.30 bis 16.30 Uhr geöffnet, außerdem kann man einen Blick in die Keller unterhalb von Kapelle und Rittersaal werfen. Als besondere Attraktion ist das „Eppelein-Verlies“ in der Burg für die Öffentlichkeit zugänglich, wo bekanntermaßen Raubritter Eppelein von Gailingen hinter 4,5 Meter dicken Mauern seine letzte Nacht verbracht hatte.

Der 70-jährige Wegelagerer und seine Bande, der auch seine zwei Neffen angehörten, waren im Mai 1381 ihren Häschern in einem Postbauerer Wirtshaus ins Netz gegangen und dann für kurze Zeit in der Veste Thann eingekerkert. Am Folgetag wurden die Geächteten dem Neumarkter Scharfrichter übergeben, der Eppelein auf dem Galgenhügel grausam zu Tode räderte.

Weite Sicht vom Turm


Das Bayerische Kanalmuseum befindet sich ebenfalls auf der Burgthanner Burg. Auf Schautafeln werden die Besucher über Planung und Bau des Ludwig-Donau-Main-Kanals informiert. Der „Kanal-Privatgelehrter“ bezeichnete Manfred Kimmig steht den Besuchern an diesem Tag Rede und Antwort und wird kaum eine Frage offen lassen.

Der Aufstieg auf den Burgturm mit der Aussicht weit ins Nürnberger Land hinein rundet den informativen Besuch auf Burg ab (Führung nach Vereinbarung unter der Telefonnummer: 09187/41805).

Weitere offene Denkmäler am Sonntag in den Landkreisen Neumarkt und Nürnberger Land:

Burg Grünsberg: 10 bis 13, 14 bis 17 Uhr, halbstündliche Führungen.

Berching, Lorenzkirche: Führungen Treffpunkt um 14 und 16 Uhr.

Benediktinerabtei Plankstetten: Dachstuhl-Führung um 14 und 16 Uhr. Treffpunkt an der Klosterpforte.

Gnadenberg, Klostermühle: Dachstuhl-Führung um 14 und 16 Uhr.

Breitenbrunn, Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt: Führung um 11.30 Uhr; Raiffeisenbank: Führung um 11 Uhr.

Traunfeld, Pfarrhof und St.-Willibaldkirche: von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen um 14 und 16 Uhr.

Sulzbürg, Schlosskirche St. Michael: Wolfsteiner-Gruft von 14 bis 16 Uhr zugänglich.

Neumarkt, Wolfstein: Führungen von 11 bis 17 Uhr; Wohnhaus Rainbügl 2: Baustellenführung von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr; Pfarrkirche St. Johannes: bei gutem Wetter Kirchturm geöffnet, spätgotische Hallenkirche von 13 bis 15 Uhr geöffnet.

Pelchenhofen, Pfarrhaus: von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

Postbauer-Heng, Deutschordensschloss: Führung um 14 Uhr.

Pavelsbach, St. Cäcilia: Führung 14 Uhr; St. Leonhard: Führung 15 Uhr.

Schwarzenbruck, Brückkanal: von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Führungen nach Bedarf. 

nn


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