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Dienstag, 18.09.2018

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16-Jähriger in Fachklinik: Vermisster droht mit "Auftragskiller"

Der Jugendliche wurde beim Schwarzfahren erwischt und randalierte - 24.08.2018 14:54 Uhr

Es ist im ersten Moment ein Vorfall, wie er mutmaßlich schon öfter vorgekommen sein mag. Bei der Kontrolle eines 16-Jährigen in einem Regionalzug auf der Strecke zwischen Nürnberg und Würzburg stellte ein Zugbegleiter fest, dass der Jugendliche kein gültiges Ticket vorzuweisen hatte. Ein Polizeibeamter, der im Zug saß, und ein 28-Jähriger hielten den Heranwachsenden daraufhin am Donnerstagnachmittag gegen 16 Uhr am Bahnhof im Markt Bibart fest. Zuvor versuchte der Schwarzfahrer am Bahnsteig zu fliehen.

Doch dann nimmt die Geschichte einen eher ungewöhnlichen Lauf. Die Ermittler stellten fest, dass der 16-Jährige aus dem Raum Frankfurt am Main als vermisst gilt. Der Jugendliche sollte daher solange in Gewahrsam genommen werden, bis ihn sein Vater in der Kreisstadt abholte. Doch dazu kam es erst gar nicht, denn der 16-Jährige wurde letztlich in eine Fachklinik eingewiesen. Schuld daran hatte sein Verhalten und seine Verletzungen.

Tritte, Bisse und Beleidigungen

Auf der Wache zeigte sich der Schwarzfahrer nämlich äußert aggressiv, beschädigte Glasbausteine, ritzte sich mit Scherben und stieß seinen Kopf mehrmals an die Wand. Der Rettungsdienst musste gerufen werden, da sich der junge Mann dabei verletzte. Als die Beamten einschritten, um weitere Verletzungen zu verhindern, folgten Tritte und Bissversuche in Richtung der Polizisten. Letztlich musste der 16-Jährige gefesselt werden, was ihn nicht daran hinderte nach den Ordnungshütern zu spucken. Dabei drohte er auch mit einem "Auftragskiller", wie die Polizei schreibt, den er auf die Einsatzkräfte ansetzen möchte. Es folgten auch Beleidigungen.

Der Rettungsdienst bereitete den Transport vor. Dabei versuchte der Jugendliche einem Assistenten einen Kopfstoß zu verpassen. Der Mann und ein Rettungssanitäter mussten während der Fahrt auch Beleidigungen über sich ergehen lassen. Die Polizei ermittelt daher wegen Widerstand gegen und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte, versuchte Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung und gemeinschaftliche Sachbeschädigung. 


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